Freiwillige Feuerwehren erhalten Zuschüsse

Finanzspritze für den Kauf von Drehleitern

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Landkreis – Verstärkt brauchen die Feuerwehren im Landkreis Drehleitern für Einsätze. Doch eine Drehleiter kostet viel Geld. Der Landkreis finanziert künftig bis zu 60 000 Euro pro Leiter mit.

Beim Kauf einer neuen Drehleiter für ihre Freiwillige Feuerwehr können Gemeinden künftig mit einer freiwilligen Finanzspritze des Landkreises rechnen. Die Mitglieder des Kreisausschusses einigten sich bei ihrer Sitzung in Weilheim auf einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der staatlichen Zuweisung, maximal 60 000 Euro pro Drehleiter. Im Landkreis verfügen sechs Feuerwehren über eine Drehleiter – die in Weilheim, Schongau, Penzberg, Peißenberg, Peiting und Seeshaupt.

Da Drehleitern im Durchschnitt alle 25 Jahre ausgetauscht werden, steht – rein rechnerisch – alle vier Jahre eine Anschaffung an, so dass auf den Kreishaushalt eine jährliche Belastung von rund 15 000 Euro zukommt. Die ersten beiden Feuerwehren, die von der neuen Regelung profitieren, sind Peiting und Peißenberg. Die Marktgemeinden hatten den Zuschuss auch beantragt.

Hintergrund ist, dass die Drehleitern verstärkt überörtlich gebraucht werden. Wie eine Analyse der Einsätze der Feuerwehr Peiting ergab, finden 25 bis 30 Prozent der Einsätze außerhalb der Marktgemeinde statt. Mit dem freiwilligen Zuschuss soll diesem Umstand Rechnung getragen werden, so die Kreisverwaltung. Somit bleibt es, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) sagte, im Landkreis „bei dem ungeschriebenen Gesetz“, dass Feuerwehren sich gegenseitig keine Rechnungen schreiben. Das war im Sinn der Bürgermeister. So erinnerte Böbings Gemeindechef Peter Erhard (CSU), zugleich Feuerwehrkommandant, daran, dass Feuerwehren aus kleinen Dörfern immer öfter in großen Ortschaften helfen.

Laut Kreiskämmerer Norbert Merk erhalten die Kommunen beim Kauf einer neuen Drehleiter vom Freistaat in der Regel einen Festbetrag von 225 000 Euro als Zuschuss. Mehr, nämlich 236 000 Euro, gibt es für Gemeinden, die „in einem Raum mit besonderen Handlungsbedarf liegen“ – im Landkreis ist das nur Peißenberg.

Karl-Heinz Grehl (Grüne) fragte, ob es nicht besser sei, statt die Gemeinden beim Kauf einer Drehleiter zu unterstützen, der nur alle 25 Jahre erfolge, das Geld in Großpumpen für den Katastrophenschutz zu investieren. Jochner-Weiß hielt davon nichts: Der Bedarf werde überörtlich abgedeckt, erwiderte sie kurz angebunden. Der Zuschuss wurde einstimmig befürwortet.  

Rubriklistenbild: © dpa

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