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Ob der Weilheimer Christkindlmarkt stattfindet, steht in den Sternen

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Von: Kathrin Hauser

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Erleuchtete Buden beim Christkindlmarkt auf dem Marienplatz Weilheim.
Wenn der Christkindlmarkt stattfindet, wird es heuer wegen Corona nicht so voll werden dürfen. © EMANUEL GRONAU

Sie waren in den vergangenen Jahren wahre Besuchermagneten für Weilheim, der „Hüttenzauber“ in der Schmiedstraße und der Christkindlmarkt. Doch ob und wie die beliebten Treffpunkte heuer stattfinden können, steht in den Sternen.

Weilheim – Ob zum Mittagessen auf eine heiße Grillwurst, eine Suppe oder Crèpes, ob abends zum gemütlichen Beisammensein auf einen Glühwein oder einen Kinderpunsch – die Hütten des „Hüttenzaubers“ waren in den vergangenen Jahren ein beliebter Treffpunkt für die Weilheimer im Advent und darüber hinaus. Der Höhepunkt des vorweihnachtlichen Budenzaubers war natürlich der Christkindlmarkt, bei dem der Marienplatz voller Bretterbuden stand, in denen es Essen und Trinken gab und jede Menge Selbstgemachtes.

Ob und wenn ja in welcher Form und in welchem Umfang Christkindlmarkt und „Hüttenzauber“ heuer in Weilheim die Vorweihnachtszeit versüßen, steht laut Stefan Frenzl vom „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“ in den Sternen. „Ich kann heute noch nichts dazu sagen.“

Die Planungen liefen zwar und es gebe einen regen Austausch mit dem Landratsamt als zuständiger Behörde, aber weil sich das Infektionsgeschehen ständig verändere, könne nicht gesagt werden, was sich im Dezember und Januar verwirklichen lasse. Es sei aber eher unwahrscheinlich, dass es so ablaufe wie in den Jahren zuvor: „Die volle Form wird es bei Veranstaltungsformaten vermutlich nicht geben“, sagt Frenzl.

Die Stadt Weilheim, deren Veranstaltungsbüro und das Amt für Standortförderung wünschen sich laut Frenzl, dass der „Hüttenzauber“ in der Schmiedstraße und der Christkindlmarkt auf dem Marienplatz zumindest in abgespeckter Form abgehalten werden können. „Es besteht der Wunsch, etwas stattfinden zu lassen für die Bürger und für die Geschäftsleute, das kann aber nicht um jeden Preis passieren“, sagt Frenzl.

Bei aller Sehnsucht, wieder zu einer Normalität zurückzukehren, wie es sie vor Corona gab mit vielen Festen in der Innenstadt und zahlreichen größeren und kleineren Veranstaltungen in der Stadt und ihren Veranstaltungsstätten gab, dürfe die Sicherheit der Weilheimer nicht aufs Spiel gesetzt werden. Die Corona-Regeln müssten eingehalten werden. Es sei auf jeden Fall noch in den nächsten Monaten wahrscheinlich ein ständiges Abwägen zwischen dem Wunsch, Feste zu feiern und Veranstaltungen durchzuführen und die Infektionsgefahr gering zu halten: „Wir möchten die Leute keiner Gefahr aussetzen – und trotzdem etwas zulassen“, sagt Frenzl.

Dabei stünden die Chancen für den „Hüttenzauber“ mit den von Gastronomen betriebenen Hütten besser als die für den Christkindlmarkt und die „Vereinshütte“ in der Schmiedstraße: „Bei den professionellen Betreibern ist das einfacher, die machen das das ganze Jahr“, meint Frenzl. Schwieriger sei es da schon, ein Konzept für die „Vereinshütte“ und den Christkindlmarkt zu entwickeln, das Corona-gerecht sei, weil dort keine Gastronomie-Profis am Werk sind.

Leider lasse sich derzeit noch nichts über die Möglichkeiten im Dezember sagen, weil die Planungen immer von den Corona-Infektionszahlen abhängig seien. Frenzl ist es bewusst, dass insbesondere in den Vereinen und Einrichtungen, für die die die „Vereinshütte“ und der Christkindlmarkt wichtige Einnahmequellen waren, diese Unsicherheit ein Problem ist, weil dort ja auch mit den Vorbereitungen begonnen werden müsste. Das lasse sich aber derzeit nicht ändern, sagt Frenzl.

Die Stadt sei für die Planungen in stetigem Austausch mit dem Landratsamt. „Das beschäftigt uns gerade gut, herauszufinden, ob es wenigstens etwas Kleines geben kann, oder ob es heuer gar nicht hinhaut“, sagt Frenzl.

Zumindest bei der Apostelkirchengemeinde Weilheim laufen die Vorbereitungen auf eine Teilnahme am Christkindlmarkt und in der „Vereinshütte“ bereits, wo die „Kirchenmusik“ und der „Kreativkreis“ jedes Jahr Selbstgebasteltes, -gemachtes und -gestricktes verkauft, wie Pfarrerin Sabine Nagel sagt: „Der Kreativkreis trifft sich schon, und die Kirchenmusik steht auch in den Startlöchern.“ Auch wenn es sein könne, dass nicht das volle Adventsprogramm möglich ist, „wir hoffen doch alle, dass etwas stattfinden kann“, sagt die Weilheimer Pfarrerin.

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