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Damit fing es 2011 an: Peter und Markus Fograscher (v.r.)  mit Familie Mair am ersten Milchautomaten.

Firma entwickelte sich rasant

Brüder aus Weilheim beliefern ganz Deutschland mit Milchautomaten

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Die Brüder Fograscher  vermittelten  vor Jahren den  ersten  Milchautomaten. Ihre Firma „MilchConcept“ hat sich seitdem rasant entwickelt. 

Weilheim – „Milch ,ab Hof’mitten in der Stadt“ titelte die Heimatzeitung am 26. Januar 2011. In Weilheim wurde erstmals ein Verkaufsautomat für Frischmilch aufgestellt, deutschlandweit sei dies der erste seiner Art, hieß es. Wenige Wochen später, am 8. März, war dann zu lesen: „Milchautomat ohne Milch“. Das Pilotprojekt war zu Ende, ehe es richtig gestartet war. „Fograschers suchen neuen Lieferanten“, hieß es.

Fograschers, das sind die Weilheimer Brüder Markus (32) und Peter Fograscher (34) – und Lieferanten haben sie für ihre Firma „MilchConcept“ inzwischen viele. Das Geschäftsmodell der jungen Firma funktioniert so: Sie berät Landwirte die ihre Produkte über die Direktvermarktung verkaufen möchten, bietet die passenden Automaten an – es gibt verschiedenste Größen -, vermittelt Standorte und übernimmt Service und Wartung. Auch wenn die Firma „MilchConcept“ heißt, die Automaten gibt es für verschiedene Produkte, darunter Käse, Jogurt und Fleisch. So stammt auch der Grillfleischautomat beim „Dachsbräu“ von den Weilheimern.

„MilchConcept“ ist laut Markus Fograscher in ganz Deutschland aktiv, „von Weilheim im Süden bis zur Insel Rügen im Norden“. Die „stählernen Kühe“, wie die Automaten auch genannt werden, sind gefragt. „Wir haben über 100 Automaten in Deutschland und viele weitere folgen“, so Markus Fograscher. „MilchConcept hat sich innerhalb der letzten 16 Monate rasant entwickelt, die Auslastung der Automatenproduktion ist nach wie vor an der oberen Kapazitätsgrenze“, beschreibt er die Situation der Firma.

Erst jüngst wurde wieder ein Automat in der Heimatstadt der Fograschers aufgestellt. An der Kanalstraße verkauft die Bauersfamilie Popp aus Pähl damit für 1,20  Euro einen Liter pasteurisierte Milch – frisch vom Hof. Dieser Vermarktungsweg machte schon mehrfach Schlagzeilen: Die SZ widmete „MilchConcept“ ebenso einen großen Bericht wie BR-Fernsehen.

Die ersten Jahre waren für die Fograschers steinig. Dass es nun funktioniert, liegt nach Einschätzung von Markus Fograscher daran, dass die Verbraucher aus den Lebensmittelskandalen gelernt haben „und Wert auf Nachhaltigkeit, Tierschutz und klare Herkunft der Ware legen“. Hinzu komme, „dass die Landwirte sich so langfristig vor Dumpingpreisen sichern können“. Seit Auslaufen der Milchquote 2016 ist diese Form der Direktvermarktung anscheinend besonders interessant für Bauern.

Die Fograschers, die jede Woche zwei bis drei ihrer Automaten vorführen, wollen trotz des Wachstums ihren Firmensitz in Weilheim behalten. Sie überlegen allerdings, ob sie einen Stützpunkt im Norden und einen in Österreich eröffnen.

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