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Die Lichtprojektion des spanischen Künstlerkollektivs „Slidemedia“ an der Fassade der Musikschule war einer der Hauptanziehungspunkte bei der Premiere des „Lichtkunst Weilheim-Festivals“ im Oktober 2016. 

Flächen in Weilheim gesucht  

Wer hat Platz für Lichtkunst?

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Am 19. und 20. Oktober soll Weilheim wieder leuchten. Das 2. Lichtkunst-Festival dürfte tausende Besucher in die Innenstadt locken – nicht nur mit großen Projektionen wie bei der Premiere vor zwei Jahren, sondern auch mit kleineren, eventuell länger andauernden Installationen. Und für die sind ganz besondere Orte gesucht.

Weilheim – Vielleicht räumt jemand seine Garage aus und lässt sie ein paar Tage mit Lichtkunst ganz neu erstrahlen. Oder ein leer stehender Laden kann ein paar Tage oder Wochen rund um das Festival für eine Ausstellung genutzt werden. Oder es findet sich ein atmosphärischer Hinterhof für eine Installation... Ideen hätten die Veranstalter so einige, was geeignete Räume und Orte für kleinere Ausstellungen im Rahmen des 2. „Lichtkunst Weilheim-Festivals“ betrifft, Denkverbote gibt es keine.

„Wir wollen die Weilheimer da mitnehmen und gemeinsam nach spannenden Orten suchen“, sagt Ragnhild Thieler,die Kulturreferentin des Stadtrats und Vorsitzende des Vereins „Lichtkunst Weilheim“. Vorgabe ist nur, dass es sich um Orte in der Innenstadt handeln muss. Denn die, soviel steht fest, wird auch Schauplatz des zweiten Festivals sein. Wer einen geeigneten Raum hat oder weiß, wird gebeten, sich beim Verein zu melden.

Bei der Premiere im Oktober 2016 bestaunten tausende Gäste vor allem den Marienplatz, die Musikschulfassade und die Stadtmauer am Oberen Graben – doch wo genau heuer die großen Projektionen stattfinden, ist noch offen. Das hängt auch von den beteiligten Künstlern ab, die wieder der in Weilheim aufgewachsene, international gefeierte Lichtkünstler Philipp Geist auswählen wird.

Nikolaus Eisenblätter, Mitgründer des Lichtkunst-Vereins, verspricht, dass das Festival 2018 „im gleichen, wenn nicht größeren Rahmen“ wie bei der Premiere stattfinden wird. Doch dafür braucht es finanzielle Unterstützung. Um das Festival auf Dauer zu etablieren, müsse der „sehr hohe kulturelle Anspruch“ gewahrt werden, es dürfe kein bloßes „Event“ daraus werden. Dafür wiederum sei die „gemeinsame Anstrengung von Verein, Stadt und Unternehmern“ nötig, so Eisenblätter.

Die Stadt hat 30 000 Euro als Förderung zugesagt. Sie habe erkannt, lobt Thieler, „was das Festival touristisch bedeutet: Der Slogan ,Weilheim zieht an’ passt hier genau.“ Auch der Standortförderverein sei als Partner im Boot. Inwieweit der Bezirk und der „Kulturfonds Bayern“ wieder Zuschüsse geben, klärt sich in den nächsten Wochen. So oder so geht es nicht ohne die Wirtschaft. „Jetzt ist die heiße Phase, jetzt entscheidet sich, wie wir das Festival ausrichten können“, erklärt Eisenblätter: „Wir brauchen die Unternehmen.“

Der Verein hofft, dass sich einzelne Sponsoren finden, die ein komplettes Projekt finanzieren. Aber auch kleinere Formen der Unterstützung sind möglich, geplant sind vier verschiedene Sponsoringpakete. Dass sich die Beteiligung für Firmen lohnt, steht für Eisenblätter außer Frage: „Der Standort profitiert in hohem Maße, Weilheim gewinnt dadurch Profil und große Strahlkraft. Wenn wir es schaffen, das über zehn, zwanzig Jahre zu etablieren, dann hat das einen Riesen-Effekt.“

Informationen

und Kontaktmöglichkeiten finden sich im Internet unter www.lichtkunst-weilheim.de.

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