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Rund 250 Frauen  waren in die Stadthalle zum Frauentag gekommen.

Frauentag in der Stadthalle

Lernen, auf sich selbst zu achten

Weilheim - Zwei Referenten gab es beim Frauentag. Von ihnen  erfuhren die rund 250 Teilnehmerinnen, wie sie ihrer Gesundheit Gutes tun können. 

Wie werde ich 100 Jahre alt? Mit dieser Frage beschäftigte sich Professorin Dr. Marion Kiechle.

 Fast ganz in Frauenhand war die Weilheimer Stadthalle am Samstagvormittag, als der Diözesanverband Augsburg des Katholischen Deutschen Frauenbundes dort seinen Frauentag eröffnete, der unter dem Motto „Gesunder Körper – Gesunder Geist“ stand. Rund 250 Frauen aus der ganzen Diözese waren aus diesem Anlass in den Pfaffenwinkel gekommen, um sich einen Tag lang mit dem Thema zu beschäftigen – am Nachmittag in 31 Workshops, bei denen die Palette von meditativem Tanz über Frühjahrskräuter bis zu einem Referat über Kunststoff reichte. Am Vormittag gab’s zudem zwei Vorträge mit hochkarätigen Referenten, die sich auf ganz verschiedene Weise mit dem Thema „Gesundheit“ auseinandersetzten.

Nach Begrüßung und Grußworten zeigte der Diplom-Theologe und Heilpraktiker Markus Starklauf, der in seiner Praxis unter anderem Psychotherapie anbietet, „Wege aus dem Hamsterrad“ auf. Mit großem Interesse hörten die Frauen im Saal, was ihnen der Theologe über Burnoutprophylaxe zu sagen hatte. Anschaulich, humorvoll, mit vielen Beispielen aus der Praxis gespickt und immer auch Bezug auf die Bibel und den Glauben nehmend, ermunterte er die Frauen dazu, sich selber zu ehren und gut zu behandeln. Burnoutprävention erfordere den Blick auf sich selbst – und damit eine „Reise in das Land meines Lebens“, wie der Referent erläuterte. Am Schluss gab er den Frauen Tipps mit auf den Weg: Entmachte deine inneren Antreiber; lerne, Nein zu sagen; sei achtsam mit dir und lerne zu genießen; pflege Rituale; sei diszipliniert – um deines Glückes willen. Er stieß mit seinen Worten auf fruchtbaren Boden: Während des Vortrages war es mucksmäuschenstill in der Stadthalle. „Ich habe noch nie erlebt, dass über 200 Frauen so lange schweigen können“, sagte die Diözesanvorsitzende Ulrike Stowasser nach dem Referat.

Die zweite Referentin beeindruckte nicht weniger: Prof. Dr. Marion Kiechle, die mit ihrer Berufung auf den Lehrstuhl für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Technischen Universität München die erste Frau in Deutschland war, der dies gelang, ist zudem Leiterin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar. Sie beschäftigte sich mit der Frage: Wie werde ich 100 Jahre alt? Die Zuhörerinnen erfuhren, dass sie einiges tun können, um lange gesund zu bleiben, dass aber auch schon wenige Veränderungen reichen, um die Gesundheit zu verbessern und das Krebsrisiko zu senken: Die Früherkennungsuntersuchungen sollten wahrgenommen, Risikofaktoren vermieden und ein gesunder Lebensstil gepflegt werden, riet die Medizinerin. Sie ermunterte dazu, sich regelmäßig zu bewegen. „Versuchen Sie, Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren, auf gesunde Fette zu achten, bilden Sie sich und nehmen Sie Früherkennungstermine wahr!“ So stünden die Chancen auf ein langes und gesundes Leben gut.

Kathrin Hauser

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