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Die Besten aus dem Oberland: Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl (links) und Roland Streim (rechts), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Oberland, ehrten (von links) Antonino Dario Muscolino, Maike Schütz, Michael Schweiger und Marco Heymann. Nicht im Bild ist Yvonne Dosch. 

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Oberland

Handwerk im Aufwind

Weilheim - Der Neubau der Berufsschule war zentrales Thema  der Freisprechungsfeier des Handwerks.  134 Gesellenbriefe wurden übergeben.

„Klappern gehört zum Handwerk“, zitierte Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl den Volksmund und rührte in seiner Freisprechungsrede, die er am Freitag in der Stadthalle Weilheim hielt, erst mal die Werbetrommel für den geplanten Neubau der Berufsschule Weilheim. Die Anforderungen im Handwerk hätten sich stark verändert. Folge sei, dass das Schulgebäude diesen heute nicht mehr entspreche.

Die Notwendigkeit der großen Investition – der Neubau soll 50 Millionen Euro kosten – belegte Zirngibl mit Zahlen zum Handwerk, das unter dem Motto „Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ auftritt. Im Landkreis habe es 2015 2568 Handwerksbetriebe gegeben, was einem Zuwachs von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. In diesen würden zur Zeit 1017 Lehrlinge ausgebildet, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent entspreche. 2014 seien 403 neue Lehrverträge abgeschlossen worden, was einem Plus von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. 2015 sei die Zahl der neuen Lehrverträge um 30 gestiegen, heuer würden noch mehr Einsteiger in die Ausbildung erwartet. Im vergangenen Jahr arbeiteten im Schnitt 10 100 Menschen im Handwerk, Tendenz steigend. Die Nettoumsatzerlöse seien 2015 um 40 Millionen Euro auf 1,145 Milliarden Euro gestiegen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks rechtfertige die Investition in eine neue Schule. Den Entscheidungsträgern, die sich dafür ausgesprochen haben, sagte er: „Danke!“.

Tipps fürs Leben erhielten die jungen Handwerker von Oberstudiendirektor Thomas Schütz („Wer sich auf seine Stärken konzentriert, kann seine Schwächen vernachlässigen“) und vom stellvertretenden Weilheimer Bürgermeister Horst Martin, der zum Umgang mit Niederlagen sagte: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen.“

Bei der Freisprechungsfeier wurden der Anlagenmechaniker Marco Heymann, die Bürokauffrau Yvonne Dosch, der Elektroniker Michael Schweiger, der Spengler Antonino Dario Muscolino und die Feinwerkmechanikerin Maike Schütz als Innungssieger ausgezeichnet.

Alfred Schubert

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