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Führerscheinumtausch: Erste Frist endet

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Von: Sebastian Tauchnitz

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Weg mit dem alten Lappen: Für die ersten Jahrgänge läuft nun die Frist für den Führerscheinumtausch ab.
Weg mit dem alten Lappen: Für die ersten Jahrgänge läuft nun die Frist für den Führerscheinumtausch ab. © dpa

Höchste Zeit, Abschied zu nehmen: Die erste Umtauschfrist für die alten Papierführerscheine läuft morgen, am 19. Januar 2022, ab. Wer zwischen 1953 und 1958 geboren wurde und noch keinen Plastikführerschein hat, der muss sich sputen.

Landkreis – Wie viele Menschen aus den genannten Jahrgängen noch einen alten Papierführerschein haben, weiß niemand so genau – auch nicht die Führerscheinstelle. Dort geht man von rund 8000 entsprechenden Fällen im Landkreis Weilheim-Schongau aus. Knapp 3000 von ihnen tauschten ihre alten Führerscheine bereits gegen neue, die mit einem Ablaufdatum versehen sind, aus, wie das Landratsamt auf Nachfrage berichtet.

Bleiben also knapp 5000 Menschen, die, wenn man es genau nimmt, ab übermorgen mit einem ungültigen Führerschein unterwegs sind. Zwar verständigten sich die Innenminister der Länder bereits darauf, dass es noch ein halbes Jahr lang eine Übergangsfrist geben soll, bei der keine Ordnungsgelder erhoben werden, falls man mit einem nicht mehr gültigen Führerschein erwischt wird – dennoch sollten sich die Betroffenen jetzt schnell einen Termin beim Landratsamt machen.

Vor Besuch im Landratsamt Termin beantragen

Denn einfach im Landratsamt vorbeischauen und einen neuen Führerschein beantragen, das ist in Zeiten der Omikron-Welle nicht möglich: „Der Zugang zu den Amtsgebäuden ist nach Terminvereinbarung (vorrangig Online-Terminvereinbarung, in Ausnahmefällen telefonisch) möglich. Es gilt aktuell die 3G-Reglung und das Tragen einer FFP2-Maske“, so das Landratsamt weiter.

Für den neuen Führerschein werden 30,30 Euro fällig, er gilt ab dem Ausstellungsdatum für 15 Jahre – das ist der Unterschied und der Grund zu den alten Papierführerscheinen und den Plastikkarten, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden. Diese hatten kein Ablaufdatum.

Bis wann muss ich meinen Führerschein umtauschen?

Die Fristen unterscheiden sich deutlich, je nachdem, ob man einen alten Papier-Führerschein oder einen Plastik-Führerschein im Kreditkartenformat hat. Wichtig ist: Stichtag ist immer, egal in welchem Jahr, der 19. Januar.

Bei den Papierführerscheinen gilt: Wer vor 1953 geboren wurde, kann sich Zeit lassen. Der Führerschein muss spätestens am 19. Januar 2033 umgetauscht werden. Für die Geburtsjahre 1953 bis 1958 ist die Frist fast abgelaufen, Stichtag ist der 19. Januar 2022. Die Geburtsjahr 1959 bis 1964 müssen bis 2023 ihren Papier-Führerschein umgetauscht haben, die Jahrgänge 1965 bis 1970 bis 2024. Wer 1971 oder später geboren würde, hat Zeit bis 2025.

Für die Plastik-Führerscheine ist das Ausstellungsjahr entscheidend. Führerscheine, die 1999 bis 2001 ausgestellt wurden, müssen bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht werden, 2002 bis 2004 bis 2027, 2005 bis 2007 bis 2028, 2008 bis 2029, 2009 bis 2030, 2010 ausgestellte Führerscheine bis 2031, 2011 bis 2032 und alle Führerscheine, die zwischen 2012 und dem 18. Januar 2013 ausgestellt wurden, bis bis 19. Januar 2033

Wenn man den Führerschein übrigens einmal selbst im Landratsamt beantragt hat, muss man nicht noch einmal hingehen, um das neue Dokument abzuholen: „Der neue Führerschein wird bei uns beantragt. Gedruckt und direkt an die Bürger versendet wird dieser jedoch von der Bundesdruckerei in Bonn. Da die Bundesdruckerei für ganz Deutschland zuständig ist, ist momentan das Aufkommen sehr hoch. Der Druck und Versand dauern rund drei Wochen“, teilte das Landratsamt weiter mit.

Ab sofort tickt übrigens die Uhr für alle, die noch keinen Führerschein mit Ablaufdatum haben und zwischen 1959 und 1964 geboren wurden. Ihre Umtauschfrist endet am 19. Januar 2023 (siehe Kasten).

Es darf aber auch jeder andere, der in den kommenden Jahren umtauschen muss, schon jetzt einen neuen Führerschein beantragen. Das Landratsamt hat nach eigenen Angaben vier Mitarbeiter, die sich um die Abwicklung des Umtauschs kümmern würde, was eine deutliche Mehrbelastung der Verwaltung bedeutet.

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