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Eine Spendensumme von 2555 Euro für den Kinderschutzbund kam beim Weißwurstessen im „Lin Fah“ zusammen. Von links: Chang Trinh, Denise Blind, Inge Ahn, Brigitte Honisch, Trinhs Sohn Marcel, Jürgen Feselmeier und Rainer Grothe.

Für den guten Zweck

Weißwürste im China-Restaurant

Einmal im  Jahr findet im Restaurant  „Lin Fah“  ein außergewöhnliches  Essen statt.  Es gibt Weißwürste, der Erlös ist für einen guten Zweck.

Weilheim – Weißwurstessen beim Chinesen – das klingt wie ein etwas absurder Tourismus-Gag. In Weilheim aber erfreut sich diese Idee, die die ehemalige Vorsitzende der örtlichen Frauenunion, Inge Ahn, vor fast zehn Jahren gemeinsam mit Wirt Chang Trinh und Klaus Schöffmann gestartet hatte, alljährlich zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit.

Zu dem kulinarisch ungewöhnlichen Ereignis kam es, als der Restaurantbetrieb im Hotel „Vollmann“ aufgegeben wurde. Der dort etablierte Stammtisch suchte ein neues Zuhause und fand es im China-Restaurant „Lin Fah“. Weil es im „Vollmann“ an Heiligabend für die Stammtisch-Mitglieder immer Weißwürste gegeben hatte, wurde diese Tradition einfach fortgeführt.

Im zweiten Jahr beschloss man dann gemeinsam, daraus ein karitatives Ereignis zu machen. Und weil Ahn sich damals schon für den Kinderschutzbund engagierte, stand auch gleich fest, wohin das gespendete Geld fließen soll.

Was mit einem Spendenaufkommen von rund 200 Euro relativ klein begann, ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden, zu der mehrere Menschen maßgeblich beigetragen haben oder dies auch heute noch tun. Die Vorsitzende des Kinderschutzbund-Kreisverbandes Weilheim-Schongau, Brigitte Honisch, und ihre Stellvertreterin, Denise Blind, sind nicht nur glücklich über den Spendenfluss, sondern sie kümmern sich neben Ahn auch wesentlich um die Vorbereitung und den Ablauf des Essens, zu dem diesmal rund 150 Gäste kamen.

Als Helfer wie auch als Sponsor engagiert sich Stammtischmitglied Rainer Grothe, Jürgen Feselmeier von der Polizeigewerkschaft IPA fördert die Aktion finanziell. Die Metzgerei „Boneberger“ gewährt Rabatte, es gibt private Brezensponsorinnen, und natürlich unterstützt auch Wirt Chang Trinh die Wohltätigkeitsveranstaltung.

Heuer war es der Tag vor Heiligabend, an dem Trinh Küche und Gasträume in den Dienst bayerischer Kulinarik stellte. 300 Weißwürste, 30 Wiener und rund 200 Brezen wurden verzehrt. Alle Gäste zahlten mehr – teils sogar deutlich mehr – als den geforderten Mindestbetrag von fünf Euro, und so kamen diesmal 2555 Euro zusammen.

„Das ist unsere Haupteinnahmequelle“ sagt Honisch, die beim Kinderschutzbund gemeinsam mit Familienhelferin Blind, „ganz unbürokratische Hilfe“ leistet. Die Organisation versteht sich als Ansprechpartner für jeden, der kindbezogene Sorgen hat. Neben Beratung und der Weitervermittlung an zuständige Stellen finanziert sie für Menschen in Not die dringend benötigte neue Waschmaschine genauso wie Kleidung, Lebensmittel oder einen Ausflug und Weihnachtsgeschenke. „Wir springen ein, wenn’s brennt“, so Honisch. Die für die Hilfe notwendigen Informationen erhalten Honisch und Blind direkt von den Betroffenen oder von freiberuflichen Familienhelferinnen.

Dass sich das in Deutschland vielleicht einmalige Weißwurstessen im China-Restaurant schon herumgesprochen hat, erfuhr ein verdutzter Chang Trinh im vergangenen Juli: Gäste aus Hamburg hatten für 21 Euro konsumiert und gaben Trinh 50 Euro. Der „Rest“ sei kein Trinkgeld für ihn, sondern eine Spende für das Weißwurst-essen an Heiligabend, so die Besucher.

Emanuel Gronau

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