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Zwei historische Fahnen hatte die SPD bei ihren Neujahrsempfang aufgehängt. Am Pult davor sprach Landtagskandidat Dominik Streit. 

SPD fordert bei Neujahrsempfang

Für mehr Solidarität und Respekt

Klappern gehöre zum Handwerk, sagte Weilheims 2. Bürgermeister Horst Martin, als er am  Sonntagvormittag die Gäste des Neujahrsempfangs der SPD im Foyer des Stadttheaters begrüßte.

Weilheim–  Doch Martin „klapperte“ nicht nur für die SPD, er kritisierte auch die „Bürger für Weilheim“ (BfW). Er rieb sich an deren „Alleinstellungsmerkmal“, wonach sie keiner Partei angehören, somit keine Wahlkämpfe führen müssen und sich deswegen voll und ganz auf die Arbeit vor Ort konzentrieren können. Martin hielt dagegen, dass BfW-Mitglieder, wenn nicht in einer Partei, so doch in vielen Ämtern ehrenamtlich tätig seien, was auch zeitlichen Einfluss auf ihre politische Arbeit nähme. Zudem könnten die Stadträte der Parteien ihre Anliegen zu an Landtags- und Bundestagsabgeordneten herantragen. „Beim Oberzentrum haben die BfW die Parteien um Hilfe gebeten“, so Martin.

Ingo Remesch, Fraktionsvorsitzender im Landtag, und Stadträtin Petra Arneth-Mangano gingen auf die Arbeit im Jahr 2017 ein. Zum geplanten Bahn-Halt in der Au sage die SPD klar Ja, bei der Erweiterung der Fußgängerzone „sind wir uns nicht so ganz einig“, so Remesch. Wichtig ist der SPD laut Remesch das Schaffen vonWohnraum. „Wer Oberzentrum sein will, muss dafür sorgen, dass es bezahlbaren Wohnraum gibt“. Die SPD werde weiter auf die „soziale Bodennutzung“ drängen. Petra Arneth-Mangano setzte sich dafür ein, dass Asylbewerber fair behandelt werden. „Wenn die AfD die Herzen der Leute verhärten lässt, muss man als Sozialdemokratdagegen aufstehen“. Viel Applaus gab es für den ausgeschiedenen Stadtrat Gerhard Trautinger, dem Michael Lorbacher nachfolgt.

Hauptredner des knapp zweistündigen Neujahrsempfangs, der traditionell der erste in der Reihe der Weilheimer Neujahrsempfänge ist, war Dominik Streit, Ortsvorsitzender von Weilheim, Kreisvorsitzender von Weilheim-Schongau und Landtagskandidat. Mit einem Blick auf die Sondierungen für eine neue Bundesregierung in Berlin sagte er: „Wir brauchen eine Lösung, die nicht Neuwahl lautet“. Klar positionierte er sich gegen die Straßenausbaubeitragssatzung. Der Straßenbau sei eine hoheitliche Aufgabe.

In seiner oftmals von Beifall unterbrochenen Rede gab Streit einen Abriss seines Programms. Er forderte „Familiensplitting statt Ehegattensplitting“, neue Arbeitszeitmodelle für Familien, mehr Geld für die Schiene, die Aufhebung des Arbeitsverbotes für Flüchtlinge und mehr Sprachkurse für diese. „Das kostet Geld, aber das ist die Dividende von morgen“, so Streit. Generell forderte er mehr Solidarität und Respekt in der Gesellschaft.  gre

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