Polizei stoppt Transporter mit hochgiftigen Stoffen

Wielenbach - Eine giftige Entdeckung machten Beamte am Mittwochmorgen in Wielenbach. Ein Lkw-Fahrer hatte hochgiftige und ätzende Flüssigkeit transportiert - ohne diese zu sichern.

Wie wichtig die Kontrolle von Güterverkehr ist, zeigte sich gestern (7. Dezember,) in Wielenbach. Bei einer Kontrolle an einem Parkplatz neben der B2 zogen Beamte gegen 10 Uhr einen Lkw aus der Region Augsburg aus dem Verkehr. Schnell fand die Polizei heraus, dass sich im Inneren des Lkws zahlreiche Kartonagen, gebündelte Säcke, Paletten und Kanister sowie ein kleiner Karton ohne jegliche Sicherung auf einer Einwegpalette befanden.

Polizei: Erhebliche Gefahr

In dem Karton war laut Polizei 100 Gramm hochgiftiges Kaliumgoldcyanid (UN-Nummer 1588). Außerdem waren die Kanister mit ätzenden Reinigungsmitteln befüllt. "Im Falle einer plötzlichen Bremsung oder gar eines Unfalls, wäre von den Stoffen erhebliche Gefahr ausgegangen", schreibt die Polizei.

Bei der Menge und hohen Gefahr der Stoffe hätte das Fahrzeug von außen mit orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet und der Fahrer im Besitz einer besonderen Fahrerlaubnis sein müssen. Beides war nicht der Fall, weshalb der Transport gestoppt wurde.

Erst nachdem ein Ersatzfahrer mit Gefahrengutbescheinigung verständigt und die Ladung gesichert wurde, konnte der Transport fortgesetzt werden.

Bußgeld in vierstelliger Höhe - Polizei bittet um Achtsamkeit

Der Fahrer, der Verlader,  der Versender und die zuständige Firma müssen mit Bußgeldern in einer bis zu vierstelligen Höhe rechnen, hieß es weiter. Weitere Ermittlungen folgen.

Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer  auch Privatpersonen, die beispielsweise Gasflaschen für die persönliche Verwendung in ihrem Auto befördern, dieses Gefahrengut besonders gut zu sichern, um gravierende Unfälle zu vermeiden.

lvp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Rigi-Rutsch‘n“: 1897 Besucher am bisherigen Rekordtag
Nach einem Jahr Pause kann heuer wieder in der „Rigi-Rutsch‘n“ gebadet werden - allerdings ohne Warmbecken. Ob das Verluste bringt? Eine erste Bilanz:
„Rigi-Rutsch‘n“: 1897 Besucher am bisherigen Rekordtag
Bettlerinnen bestehlen Rentner (77)
Seine Gutmütigkeit wurde einem Weilheimer (77) zum Verhängnis. Er öffnete einer Frau mit Kind die Tür. Zum Dank stahl sie ihm mit einer Komplizin Geld.
Bettlerinnen bestehlen Rentner (77)
Autoverkauf: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Jedes Jahr wechseln in Deutschland zehn Millionen Pkw den Besitzer. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich von seinem Wagen zu trennen?
Autoverkauf: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Red Dot: Ein roter Punkt für „drawlk“ aus Penzberg
Anna Gmelin hat für ihre Internet-Plattform „drawlk“ den internationalen Design-Preis „Red Dot“ erhalten - was für die Architektin aus Penzberg völlig überraschend kam.
Red Dot: Ein roter Punkt für „drawlk“ aus Penzberg

Kommentare