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Auf Höhe der Streuobstwiese (rechts) soll der neue Zubringer über einen Kreisel an der Straße zum Trifthof ins Gewerbegebiet „Achalaich“ führen. 

Gewerbegebiet Achalaich

Optimale Lösung oder unsinnige Verkehrsplanung?

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Der neue Kreisel am Trifthof sorgt weiter für Debatten.  Die Meinungen über seinen Nutzen gehen auseinander.

Weilheim – „Achalaich“ und kein Ende. Das neue interkommunale Gewerbegebiet im Süden der Stadt sorgt weiter für Gesprächsstoff: So gab sich die Stadt Weilheim zu Beginn des Bewerbungsverfahrens für die Grundstücke als stolze Eigentümerin von 43 Hektar Gewerbefläche aus, was in Wirtschaftskreisen für großes Staunen und Zweifel sorgte. Inzwischen fügte die Stadtverwaltung ein Komma ein und korrigierte diese Aussage auf ihrer Homepage – auf 4,3 Hektar.

Zum anderen ist die Erschließung von „Achalaich“ über einen neuen Kreisverkehr weiter umstritten, wie sich in der Februar-Sitzung des Stadtrates zeigte. Der Kreisel soll an der Straße zwischen Trifthofanbinder und Gewerbgebiet „Trifthof“ auf Höhe der Streuobstwiese gebaut werden. Als „optimale Lösung“ bezeichnen ihn die Befürworter, weil dadurch – anders als beim bisherigen Trifthofanbinder – Anschluss in alle Richtungen entstehe. Als „unsinnige Verkehrsplanung“ sehen ihn die Gegner, weil er mehr koste als eine kleinere Lösung und der Trifthofanbinder zurückgebaut und weiteres Land verbraucht werde. Laut Bürgermeister Markus Loth (BfW) ist der Kreisel mit der Obersten Baubehörde abgesprochen.

Zwischen die Fronten geriet in der Sitzung Michael Kordon, der Leiter des Staatlichen Bauamtes in Weilheim. Eigentlich war er gekommen, um zur geplanten Umfahrung Rede und Antwort zu stehen, doch dann sah er sich auch mit anderen Fragen konfrontiert. „Ist der Kreisel nur geplant worden, weil es Zuschüsse dafür gibt?“, wollte Grünen-Sprecher Alfred Honisch wissen. Fachlich, so Kordon, sei der Kreisel „völlig angemessen“, bei der Planung sei nicht darauf geachtet worden, „wer was zahlt“.

Die Kreisel-Gegner konnte diese Feststellung nicht umstimmen. Die drei Grünen-Stadträte Alfred Honisch, Dr. Eckart Stüber und Karl-Heinz Grehl sowie Wolfgang Mini und Uta Orawetz stimmten gegen die damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplans.  

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