+
Vorzeitiger Dienstschluss: Für Maximilian Gotzler (im weißen Trikot) war die Partie nach seinem fünften Foul schon einige Minuten vor der Schlusssirene beendet. Trainer Darryl Millwood (re.) sah es gelassen. 

basketball: bayernliga

Gotzler ist  jetzt schon die zentrale Figur im Weilheimer Spiel

Die Pokalpartie in der vergangenen Woche gegen Vilsbiburg nutzte Maximilian Gotzler quasi zum Einspielen. Im Spitzenspiel der Bayernliga Süd gegen den Tabellendritten MTSV Schwabing II war der 33-jährige Rückkehrer beim 83:65 (39:31)-Sieg bereits die zentrale Figur im Team des Spitzenreiters.

Weilheim – „Maxi war der Mittelpunkt der Mannschaft“, urteile TSV-Coach Darryl Millwood über seinen Routinier, der zwei Minuten vor dem Ende wegen des fünften Fouls vom Platz musste. „Dabei hat er mir vor dem Spiel gesagt, dass er die kompletten 40 Minuten durchhält“, so Millwoods nicht ganz ernst gemeinte Rüge. Der Weilheimer stellte aber nicht nur Gotzler, sondern seinem gesamten Team, das stark dezimiert antreten musste, ein gutes Zeugnis aus. „Den Druck des Gegner auszuhalten, der die ganze Zeit gepresst hat, muss man erst einmal wegstecken“, lobte Millwood.

Gegen die blutjunge Schwabinger Mannschaft mit Spielern im Alter von 15 bis 18 Jahren fanden die Weilheimer vor rund 150 Zuschauern zunächst nur schwer ins Spiel. Das erste Viertel verlief völlig ausgeglichen. Erst im zweiten Viertel bekamen die TSV-Herren die Teeniebande der Gäste besser in den Griff. Vor allem unter dem Korb nutzten die Weilheimer ihre körperlichen Vorteile aus. Vor allem Raphael Sedlmayr und Gotzler waren kaum zu bremsen. Darüber hinaus bekam die TSV-Abwehr die Schwabinger langsam unter Kontrolle. Bis zum Seitenwechsel erarbeiteten sich die Kreisstädter einen Acht-Punkte-Vorsprung.

Gleich nach der Pause sorgte der MTSV-Coach für Aufregung. Nachdem die Schiedsrichter Schwabings Gaetan Schöntgen nach einem disqualifizierenden Foul gegen Sedlmayr vom Platz gestellt hatten, wollte Trainer Marc-Joe Wenger seine Mannen in die Kabine schicken. Die Spieler überzeugten ihren Trainer aber weiterzumachen. Die Weilheimer behielten danach einen kühlen Kopf. Angeführt von Gotzler und Andreas Brem, setzten sich sie sich bis zum Ende des dritten Viertels auf 64:52 (30.) ab.

Zu Anfang der letzten zehn Minuten mussten die TSV-Männer ihrer nicht gerade üppig besetzten Bank und ihrem laufintensiven Spiel Tribut zollen. Nachlassende Kräfte führten zu einigen leichten Ballverlusten, die Schwabing nutzte, um bis auf sieben Punkte aufzuschließen. Ein wichtiger Drei-Punkte-Wurf von Matthias Albrecht sowie weitere Körbe durch Gotzler und Sedlmayr nahmen den bisweilen ungestüm auftretenden MTSV-Jungsspunden aber den Wind aus den Segeln. Spätestens beim Stande von 74:60 (36.) war die Entscheidung gefallen und die Tabellenführung verteidigt.

Statistik Weilheim

Max Gotzler 24, Raphael Sedlmayr 17, Andreas Brem 15, Matthias Albrecht 10/1 Dreier, Philipp Brenner 7/1, Thomas Gansneder 6, Sebastian Jungwirth 4, Alex Brem, Martin Fernholz.

Roland Halmel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Starnberger See: Stand-Up-Paddler stürzt unterkühlt ins Wasser - er hatte Riesenglück
Wäre der Stand-Up-Paddler wenige hundert Meter später ins Wasser gestürzt, hätte er vielleicht nicht überlebt. Doch dem Ort und den Menschen dort verdankt er nun sein …
Starnberger See: Stand-Up-Paddler stürzt unterkühlt ins Wasser - er hatte Riesenglück
Schlagabtausch ums „Gärtnereiquartier“
Das Thema „Gärtnereiquartier“ zieht offenbar die Leute an. Bei der Bürgerversammlung in Sees-haupt am Donnerstagabend war der Saal mit etwa 120 Besuchern gut gefüllt. …
Schlagabtausch ums „Gärtnereiquartier“
Perfekter Gesundheitsservice: Mehr als 20 Ärzte unter einem Dach
Es war am Anfang eine schwere Geburt gewesen, entsprechend zufrieden und erleichtert waren die Beteiligten nun: Am Freitag wurde das neue Weilheimer Ärztehaus an der …
Perfekter Gesundheitsservice: Mehr als 20 Ärzte unter einem Dach
Was für eine Posse: Straßenmarkierung wird erst vergessen, dann fällt das Material vom Lkw
Das ist wirklich nicht zu fassen: Erst wurde die Erneuerung der Straßenmarkierung an der Sonnenstraße in Peißenberg vergessen, dann fiel das Material bei der Anlieferung …
Was für eine Posse: Straßenmarkierung wird erst vergessen, dann fällt das Material vom Lkw

Kommentare