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Gravierende Corona-Änderungen in Bayern: Keine Gratis-Tests mehr - Diese Regeln gelten ab Montag

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Von: Theresa Kuchler

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Bei der Teststation am Weilheimer Volksfestplatz wird es weiter PCR-Tests geben – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht gegen Bezahlung.
Bei der Teststation am Weilheimer Volksfestplatz wird es weiter PCR-Tests geben – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht gegen Bezahlung. © Emanuel Gronau

Am Montag endet die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Das wirkt sich weitreichend auf das Testangebot im Landkreis Weilheim-Schongau aus.

Landkreis – Geimpft, getestet oder genesen: Für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kommt man mittlerweile kaum noch um die 3G-Regel herum. Ab dem kommenden Montag wird sich das verstärkt auf den Geldbeutel derer auswirken, die sich gegen eine Impfung entscheiden – schließlich enden am 11. Oktober die kostenlosen Testmöglichkeiten in Bayern.

Corona in Bayern: Keine kostenlosen Tests mehr

Der Landkreis Weilheim-Schongau reagiert darauf mit weitreichenden Änderungen: Während das Testzentrum am Weilheimer Volksfestplatz weiterhin geöffnet bleibt, schließt die Teststation im Schongauer Krankenhaus. Damit betreibt der Landkreis nur noch eine Corona-Teststelle.

Und das mit bedeutenden Einschränkungen: Wie es seitens des Landratsamts heißt, werden am Weilheimer Volksfestplatz ausdrücklich nur noch die kostenlosen Testungen für asymptomatische Personengruppen angeboten, für die eine Impfung nicht in Frage kommt.

Kostenpflichtige Corona-Tests nur bei Ärzten und in Apotheken

Dazu zählen etwa Kinder unter 12 Jahren, Schwangere, Kontaktpersonen von Positiv-Getesteten oder die Besucher einer Pflegeeinrichtung. Auch bestätigende PCR-Testungen nach einem positiven Schnelltest oder Tests für „Schnupfenkinder“ sind dort weiterhin möglich. Alle anderen, die einen PCR- oder Schnelltest benötigen, müssen auf die Apotheke oder ihren Hausarzt zurückgreifen – wo sie dann zur Kasse gebeten werden.

„Weiter testen lassen kann man sich zum Beispiel in Oderding oder in der St. Ulrich- und der Sonnen-Apotheke in Peißenberg“, erklärt der Apothekensprecher des Landkreises, Philipp Kircher. Auch die Peitinger Markt-Apotheke sowie die Brunnen- und die Marien-Apotheke in Schongau bieten Testungen auf das Virus an. „Allerdings gibt es in den Apotheken nur Antigen-Schnelltests – keine PCR-Tests“, so Kircher. Die Nachfrage nach Schnelltests sei weiterhin groß, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Corona in Bayern: So viel kostet ein Schnelltest

„Preislich haben wir schon im Vorfeld versucht, eine gemeinsame Linie zu finden. Die liegt bewusst am unteren Preissegment, um keine Barrieren zu schaffen.“ So kosten die Schnelltests in Oderding und den Peißenberger Apotheken genau 18 Euro. Auch in der Zahnarztpraxis Weinert und Kollegen in Penzberg belaufen sich die Kosten auf 18 Euro. „Es sind aber nur Antigen- und keine PCR-Tests möglich“, wie es eine Mitarbeiterin der Praxis betont.

Wer einen PCR-Test benötigt, kann sich nach wie vor an seine Hausarztpraxis wenden. „Die werden noch von allen Arztpraxen angeboten“, versichert Ärztesprecher Peter Lidzba gegenüber der Heimatzeitung. „Man darf den Praxen aber nicht verdenken, dass die primäre Aufgabe das Impfen ist.“ Schließlich stünden gerade jetzt, kurz vor dem Winter, auch die Auffrischungen anderer Immunisierungen wie die Grippeimpfung an. .

Corona in Bayern: PCR-Test beim Hausarzt kostet 50 bis 60 Euro

„Unser Hauptaugenmerk muss auf dem Schutz der vulnerablen Patienten liegen“, betont Lidzba. Der Arzt sieht es aber auch als wichtig an, weiterhin PCR-Tests durchzuführen, da sie eine höhere Sicherheit bieten. Damit der Test, dessen Ergebnis nach spätestens 48 Stunden (oft schneller) vorliegen soll, sachgerecht abgefertigt werden kann, brauche es allerdings eine bestehende Labor- und IT-Logistik.

Und wegen dieser haben PCR-Tests bekanntlich ihren Preis. 50 bis 60 Euro müssen Testwillige einkalkulieren. Apothekensprecher Kircher zufolge hält sich die Nachfrage nach PCR-Tests wohl aus diesen Kosten-Gründen momentan in Grenzen. „Die sind sehr teuer. Das ist schon eine hohe Belastung für die Probanden“, meint er. Gerade im Hinblick auf die 3G-Plus-Regel, bei der ein einfacher Schnelltest nicht mehr ausreichend ist. Wie sich die Nachfrage weiter entwickelt, könne er nicht einschätzen.

Corona: Wird in Apotheken bald auf Antikörper getestet?

Kircher ist sich sicher, dass neben den PCR- und Schnelltests schon sehr bald ein weiterer Faktor entscheidend sein wird: Die Bestimmung des Antikörper-Spiegels. „Das ist gerade brandaktuell, vor allem, wenn es um die Auffrischungs-Impfung geht.“ Innerhalb weniger Minuten lässt sich damit der Antikörperwert im Blut eines Geimpften oder Genesenen feststellen. „Man sieht, wie schnell der Impfschutz sinkt und hat einen klaren Wert.“ Um derlei Tests großflächig in Apotheken durchzuführen, fehle aktuell aber noch die rechtliche Grundlage. „Ich bin mir sicher, dass das bald kommt“, sagt Kircher.

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