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Viele Fachgespräche: An den Ständen herrschte reger Andrang.

Oberland-Ausstellung

Orla in Weilheim: Ein Tag war gigantisch

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Die Orla in Weilheim biegt auf die Zielgeraden ein. Veranstalter und Aussteller ziehen eine erste Bilanz - diese fällt positiv aus.

Weilheim – Die Oberland-Ausstellung zieht. Zumindest an diesem „Tag der deutschen Einheit“. Den Feiertag nutzen viele Interessierte für einen Besuch in Weilheim. Bereits gegen 11.30 Uhr sind die kostenlosen Shuttle-Busse von den Park+Ride-Plätzen bei Zarges und Motoren Bauer zum Festplatz gut gefüllt. 

Schlangen an den Kassen

An den Orla-Kassen bilden sich Schlangen. In den Hallen ist Geduld gefragt, weil es nur im Schritttempo vorwärts geht. An den Ständen werden unzählige Gespräche geführt. Kaffee und Kuchen bei den Bäuerinnen finden reißenden Absatz. Im Biergarten hinter der Stadthalle nutzen hungrige Besucher die Sonnenstrahlen für eine Mittagspause. Nachmittags drängen sich die Menschen nicht nur in den zehn Hallen, sondern auch auf dem Freigelände. Am gestrigen Freitag bietet die Orla das gleiche Bild: reger Andrang an den Ständen.

Baubranche freut sich über Andrang

Dort ist man zufrieden mit dem Messeverlauf. Vor allem die Aussteller, die mit der boomenden Baubranche zu tun haben. Stefan Klein steht in Halle F und nickt: „Das ist bislang sehr gut gelaufen“, sagt der Geschäftsführer des Morgenbacher Bauunternehmens „Buchner“ und spricht von einer „super Nachfrage“. Klein und sein Team sind im Dauereinsatz. 

Viele konkrete Fragen

Ihre Standbesucher haben „ganz konkrete Fragen zu Projekten“, berichtet der Juniorchef. Auch so mancher Bestandskunde schaut vorbei. In erster Linie geht es um Kontaktpflege, fertige Aufträge springen eigentlich nicht heraus. Was der Unternehmer nicht erwartet: „Hausbau ist eine ziemlich komplexe Sache.“

Ofenbauer ist wieder dabei

Gezielte Fragen haben auch Peter Eisenschmid und seine Mitarbeiter zu beantworten. Der gleichnamige Ofenbau-Betrieb aus Peiting hat seinen Stand in Halle C, samt täglichen, dreiköpfigen Standdienst. „Wir habe eine sehr hohe Resonanz“, freut sich der Geschäftsführer. Eisenschmid ist zum 5. Mal auf der Orla, sein Kundenstamm kommt in erster Linie aus der Region. Großes Thema heuer: „Der Kachelofentausch“, so der Experte – der Gesetzgeber verlangt eine Modernisierung veralteter Technik.

Infos über Selbsthilfegruppen

Doch nicht nur das Handwerk nutzt die Orla für die Eigenwerbung. Auch soziale Bereiche sind vertreten. So das Gesundheitsamt mit seinem Selbsthilfe-Büro in Halle G: Leiter Ronald Weber berichtet von einem regen Zuspruch. „Es gibt ein sehr gutes Interesse an den Gruppen.“ An diesem Tag informieren die Krebs-Gruppe und die Anonymen Alkoholiker über ihre Treffen. Für Weber sind solche Infobühnen wichtig, denn oft fällt Betroffenen der Zugang zu einem Angebot schwer. Was bei der Orla nicht der Fall sei, so Weber: „Die Leute kommen von selber zu uns.“ Und viele Besucher sind überrascht, dass es im Landkreis immerhin 90 verschiedene Gruppe gibt.

Soziale Bereiche werben für sich

Ein paar Meter weiter nutzt Claudia Hörbrand die Messe, um nicht nur zu informieren. Hier in Halle G wirbt die in Peißenberg sitzende Ökumenische Sozialstation auch um dringend benötigte Mitarbeiter im Pflege- und kaufmännischen Bereich. „Unser Stand ist wahnsinnig gut besucht“, sagt Geschäftsführerin Hörbrand. „Die Leute fragen viel nach.“ Und wer will, kann sich gleich einen Speiseplan für „Essen auf Rädern“ ausfüllen.

Über 14.000 Besucher am Feiertag

Beim Messeveranstalter Josef Werner Schmid (JWS) spricht man von einem guten Orla-Verlauf. „Der Besuch war gigantisch“, bilanziert Messebüro-Leiterin Sandra Campina am Freitagmittag. „Wir sind mega zufrieden.“ JWS-Chef Josef Albert Schmid hatte im Vorfeld die Prognose auf mehr als 35 000 Besucher an fünf Orla-Tagen gestellt. Laut Schmid wurden am 2. Oktober 3270 Besucher gezählt. Der Feiertag am 3. Oktober war der Renner: Mit 14 010 Besuchern wurde die magische Grenze „erstmals geknackt“. 

Hoffen auf über 35.000 Besucher

Am Freitag ging es in Richtung 3000 Besucher. Schmid ist optimistisch, dass die selbst gesteckte 35 000-Marke am Ende geknackt wird. Zum Vergleich: 2017 gab es 36 180 Besucher.

Für den bislang guten Verlauf macht Fachfrau Campina das Wetter mitverantwortlich: „So lange es trocken ist, ist es gut.“ Bislang habe es gepasst. „Schön, aber nicht zu schön.“ 

Teilnahme lohnt sich

So sehr der Besucherandrang die Messeveranstalter freut, so sehr kann er die Aussteller stören. Am Feiertag sei es eher „zu viel“, so der Peitinger Ofenbauer Eisenschmid – weil kaum Gelegenheit für ruhige Fachgespräche blieb. Unter Strich allerdings habe sich bislang die Messeteilnahme gelohnt, lautet sein Fazit. 

Messe ist ein Muss

Für so manchen Aussteller ist die Orla eh ein Muss. „Das ist unsere Haus- und Hofmesse“, sagt der Morgenbacher Bauunternehmer Klein. Für Ofenbauer Eisenschmid ist klar: „Wir kommen in zwei Jahren wieder.“

Schmackhaftes von der Orla: Kuchenwettbewerb auf der Orla: Sachertorte vor Pflaumen- und Schwiegermutterkuchen.

So war die Eröffnung: Oberlandausstellung in Weilheim eröffnet: „Orla ist das Familienfest im Pfaffenwinkel“.

Noch eine Messe: Lebendiges Schaufenster, das begeistert.

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