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Große Neubaupläne an der Weilheimer Bahnhofallee: Stadtrat stellt Bebauungsplan auf

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Von: Magnus Reitinger

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Für das Areal südlich der Bahnhofallee kann sich die Stadt zusätzliche Wohn- und Gewerbegebäude vorstellen.Weilheims Stadtrat hat jetzt einstimmig beschlossen, dafür einen Bebauungsplan aufzustellen.
Für das Areal südlich der Bahnhofallee kann sich die Stadt zusätzliche Wohn- und Gewerbegebäude vorstellen.Weilheims Stadtrat hat jetzt einstimmig beschlossen, dafür einen Bebauungsplan aufzustellen. © Ralf Ruder

Deutlich dichter wird bald die Bebauung südlich der Bahnhofallee in Weilheim werden. Zwei größere Neubauten auf dem Eckgrundstück zur Münchener Straße segnete der Stadtrat bereits grundsätzlich ab, nun wird ein Bebauungsplan aufgestellt.

Weilheim – Für ein paar Sekunden wurde die Stimmung im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates ein bisschen wehmütig. „Ich erinnere mich noch an die Schrebergärten dort und dass da Hühner rumgelaufen sind“, sagte 3. Bürgermeister Alfred Honisch (Grüne), als eine Bauanfrage für den Garten des großen Mehrfamilienhauses an der Ecke Münchener Straße/Bahnhofallee vorgelegt wurde, dessen Wohnungen einst Bahnbediensteten vorbehalten waren. „Aber was nutzt die Jammerei und Nostalgie?“, kam Honisch schnell zurück in die Gegenwart: Gewiss sei auf diesem Areal Nachverdichtung möglich und sinnvoll – da waren sich alle Ausschussmitglieder einig.

Von einem „Klassiker für Nachverdichtung“ sprach gar Stadtbauamts-Mitarbeiter Stefan Kirchmayer: Das genannte Grundstück sei groß und „in der Höhe derzeit sehr zurückhaltend bebaut“. Weshalb nichts gegen zwei zusätzliche Gebäude samt Tiefgarage spreche, wie sie in der Bauanfrage angedacht sind: ein dreistöckiges Wohnhaus im südwestlichen Gartenbereich und ein ebenfalls dreigeschossiges Gebäude mit gemischter Wohn- und Gewerbenutzung im Nordwesten des Grundstücks, zur Bahnhofallee hin. Für Letzteres reichte der Bauwerber zwei Varianten ein: entweder als Einzelgebäude oder – noch etwas verdichteter – als Grenzbebauung zum Nachbargrundstück.

Das Grundstück: Ein „Klassiker für Nachverdichtung“

Städtebaulich sei beides „vorstellbar“, hieß es aus dem Stadtbauamt, auch eine Grenzbebauung – zumal es für das benachbarte Areal mit dem Postgebäude (dessen Eigentümer aber nicht mehr die Post sei, wie betont wurde) „ähnliche Pläne“ gebe. Um „die städtebauliche Hoheit nicht aus der Hand zu geben“, empfahl die Verwaltung indes dringend, einen Bebauungsplan aufzustellen und darin „geeignete Vorgaben für eine städtebaulich verträgliche Nachverdichtung verbindlich festzusetzen“.

Deshalb landete das Thema nach der Bauausschuss-Sitzung auch im Stadtrat. Dieser hat in seiner November-Sitzung einstimmig und ohne Diskussion sein grundsätzliches Einverständnis mit einer „zusätzlichen Bebauung und maßvollen Nachverdichtung“ in diesem Bereich erklärt. Ebenso einmütig wurde beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen, in den auch die unmittelbaren Nachbargrundstücke einbezogen werden. „Das schreit danach, dass man da eine vernünftige Bebauung für das gesamte Areal macht“, betonte CSU-Vertreter Klaus Gast.

Horst Martin (SPD) hatte im Bauausschuss angeregt, im Zuge der Bauleitplanung auch „eine dem Straßennamen entsprechende Alleepflanzung“ entlang der Nordseite der Grundstücke zu prüfen.

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