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Metzgerei erhält für sensationelle Pfandidee Auszeichnung

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Johann Spirkl mit Tochter Johanna vom Gasthof Zur Post in Peißenberg.
Johann Spirkl mit Tochter Johanna vom Gasthof Zur Post in Peißenberg. © LRA

Mit kleinen Dosen und energetischer Optimierung wurde die Firma „Filser - der Metzger“ aus Altenstadt Mitglied des „Umweltpakt Bayern“. Die seit über 100 Jahren bestehende Metzgerei, die in vierter Generation von Ludwig und Barbara Filser geführt wird, hat 2019 als erste Metzgerei in Bayern ein Pfandsystem zur Vermeidung von Verpackungsabfall eingeführt.

Landkreis - Durch die wieder verwendbaren Pfand-Dosen kann pro Jahr rund eine Tonne Verpackungsmaterial eingespart werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Energieanlagen modernisiert. Die Wärmerückgewinnung bei den Kühlmaschinen zur Erwärmung von Brauchwasser gehört ebenso dazu wie eine Photovoltaik-Anlage und ein Blockheizkraftwerk. Die Heizung wurde auf Holz-Hackschnitzel umgestellt. Damit diese Anlage effizient genutzt werden kann, wurde ein Nahwärmenetz aufgebaut, das außer dem Betrieb noch drei kommunale Gebäude, sieben Gewerbeeinheiten und 30 Wohnungen mit Wärme versorgt.

Für Leistungen zum Umweltschutz geehrt

Für seine Leistungen zum Umweltschutz erhielt das Unternehmen eine von Umweltminister Thorsten Glauber unterzeichnete Urkunde, die es als Mitglied des „Umwelt- und Klimapakt Bayern“ ausweist. Landrätin Andrea Jochner-Weiß überreichte Ludwig und Barbara Filser diese Urkunde.

Von der Firma Roche nahmen (v.l.) Johannes Ritter und Michael Bauer die Auszeichnung von Landrätin Abndrea Jochner-Weiß entgegen.
Von der Firma Roche nahmen (v.l.) Johannes Ritter und Michael Bauer die Auszeichnung von Landrätin Abndrea Jochner-Weiß entgegen. © LRA

Ebenfalls mit der Urkunde ausgezeichnet wurden der Peißenberger „Gasthof zur Post“ und das Penzberger Unternehmen „Roche Diagnostics GmbH“. Der „Gasthof zur Post“ bekam die Auszeichnung unter anderem für den Einsatz von drei Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung und energetische Verbesserungen am Gebäude sowie für den überwiegenden Bezug von regionalen Lebensmitteln. Außerdem stellt das Unternehmen seinen Gästen Leihfahrräder zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, E-Bikes und Elektroautos aufzuladen.

Roche: Nachhaltig in allen Bereichen

„Roche“ erhielt die Auszeichnung, weil es als Großunternehmen in allen Bereichen auf Nachhaltigkeit achtet. Dazu gehört unter anderem die Reduzierung von Geschäftsflügen, der Einsatz von Elektrofahrzeugen und Blockheizkraftwerken, die Verwendung von grünem Strom und die Verringerung der Abfallmenge.

Laut seinem Umweltbeauftragten Michael Bauer hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, bis 2025 die CO2-Emissionen um 40 Prozent, bis 2029 um 75 und bis 2040 um 100 Prozent zu senken. Bauers Einschätzung: „Wir schaffen das.“

VON ALFRED SCHUBERT

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