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Arbeitstreffen im Stadtmuseum: (v.l.) Andrea Kreipe (Leiterin der 2. „Kunstmesse Weilheim“) und die neugewählte „Kunstforum“-Vorstandschaft Heide Karin Konwalinka, Susanne Kohler, Frank Fischer, Christian Bolley und Wolf Schindler. 

Großprojekt des „Kunstforum Weilheim“

Stadt, Land, Kunst

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Das „Kunstforum Weilheim“ sorgt für Ausstellungsmöglichkeiten. In der Stadthalle findet vom 23. bis 25. Juni die zweite Kunstmesse statt.

Weilheim – Ob kleine, feine Präsentationen in der vereinseigenen Galerie in der Oberen Stadt, viel beachtete Gemeinschaftsausstellungen im Stadtmuseum oder ein überregionales Großereignis wie die Kunstmesse in der Stadthalle: Das „Kunstforum Weilheim“ will immer wieder vor Augen führen, wie viele zeitgenössische Künstler in und um Weilheim leben – und auf welch professionellem Niveau sie arbeiten. „Wer an Kunst in Weilheim denkt, soll nicht nur an die reiche Geschichte und das Museum denken, sondern auch an die lebendige Szene von heute“, so umreißt der 2. Vorsitzende Frank Fischer das Ziel des Vereins, dem zurzeit gut 60 Maler, Bildhauer und Fotografen angehören.

Wie vielfältig, ambitioniert und lebendig die Szene ist, das wird vom 23. bis 25. Juni die 2. „Kunstmesse Weilheim“ zeigen. Aus 91 Bewerbern hat eine Fachjury 52 Künstler ausgewählt, die sich und ihre Werke drei Tage lang in der Stadthalle präsentieren. Der Aufwand dafür ist hoch: Professionelle Messebauer richten 41 gut ausgeleuchtete Kojen in der Halle ein, in denen die Aussteller Malerei, Skulpturen, Foto- oder auch Goldschmiedekunst zeigen und durchgehend für Gespräche zur Verfügung stehen. Es gibt Führungen und ein Schülerprojekt, die Messe wird überregional beworben und in einem Katalog dokumentiert. Schirmherr ist Friedrich Denk, der Begründer der Dichterlesungen am Gymnasium und des Weilheimer Literaturpreises. „Er wird in seiner feurigen Art sicher Brücken schlagen zwischen Literatur und zeitgenössischer Kunst“, freut sich Mit-Organisator Wolf Schindler.

„Die ideelle und finanzielle Unterstützung vor Ort ist da“, sagt Bildhauerin Andrea Kreipe, die zusammen mit ihrem Kollegen Marinus Wirtl die Messeleitung stemmt. Zuschüsse kommen von der Stadt, vom Landkreis, vom Bezirk Oberbayern und von Sponsoren aus der Region. Doch es sind auch rund 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden des „Kunstforums“ nötig. So viele waren es laut Kreipe vor zwei Jahren bei der 1. „Kunstmesse Weilheim“, die mit fast 2000 Besuchern alle Erwartungen sprengte. Die 52 Künstler, die heuer dabei sind, stammen je zur Hälfte aus dem Großraum Weilheim und aus dem restlichen Bundesgebiet. Auch der Austausch mit Künstlern und Kunstvereinen anderer Regionen sei ein Ziel der Messe, so Kreipe – neben dem breiten Überblick über das heimische Kunstschaffen.

Vielfältige Einblicke in Weil-heims Kunstszene gewinnt auch, wer auf die Internetseite kunstforum-weilheim.de schaut, die stets Bilder aktueller Aktionen zeigt – oder die „Galerie Kunstforum“ (Obere Stadt 30, geöffnet Donnerstag bis Samstag, 16 bis 19 Uhr) besucht. Fast jeden Monat präsentieren ein oder mehrere Mitglieder dort neue Ausstellungen: Auf die aktuelle Schau mit „Dingen aus Abfall“ von „RE-nata“ aus Wessobrunn folgen heuer Ausstellungen von Heide Karin Konwalinka, Christine Perzul, Sybille Kölbl, Thorsten Fuhrmann, Konstanze von Websky, Aloisia Fischer und Andrea Kreipe. Es sei „nicht immer ganz einfach“, durchgehend eine eigene Galerie zu bespielen, sagt „Kunstforums“-Vorsitzende Susanne Kohler, „es macht aber auch viel Spaß“.

Um Kohler herum wurde kürzlich eine neue Vorstandschaft des „Kunstforum Weilheim e.V.“ mit neuen und altbekannten Namen gewählt: Frank Fischer ist neuer 2. Vorsitzender (und betreut die Website), Christian Bolley fungiert als Kassenwart, Heide Karin Konwalinka als Schriftführerin, und Wolf Schindler ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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