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Die alte Berufsschule: Eine Sanierung  wurde ausgeschlossen, jetzt kommt ein Neubau. 

weilheim

Grünes Licht für neue Berufsschule

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Auch wenn  kritische Worte fielen, die Kreistagssitzung war von großer Einigkeit und Aufbruchstimmung geprägt:  Es gab grünes Licht für den Berufsschul-Neubau, Ostern 2021 soll Einzug sein.

Weilheim – Mit dem Bau der neuen gewerblich-technischen Berufsschule am nördlichen Stadtrand von Weilheim stößt der Landkreis in eine neue Dimension vor – bei der Größe und den Kosten des Vorhabens ebenso wie beim Planungsaufwand. Denn wenn die Schule wie geplant im Frühjahr 2021 bezogen wird, ziehen rund 1800 Berufsschüler in ein futuristisch anmutendes Gebäude mit einer Wandlänge von 170 Metern – das entspricht 30 Reihenhäusern – und einer Nutzfläche von 10 000 Quadratmetern ein; dann wurden rund 65 Millionen Euro verplant und verbaut – als Risikoreserve sind weitere 2,9 Millionen angesetzt –, und schließlich wurden fast sieben Jahre nur für Planung aufgewandt. In diese steckten auch die Kreisräte viel Zeit. Vor allem die, die an den regelmäßigen Bauherren-Besprechungen teilnahmen. 16 waren es im Jahr 2016, jede dauerte drei bis vier Stunden.

Noch aber sind es vier Jahre bis zu der Eröffnung, und als es gestern um die Weichenstellung ging, hatten die Kreisräte noch einiges zu klären, vor allem die Fraktion Unabhängige/ödp plus Bayernpartei. Deren Vertreter um Hans Geisenberger (Sachsenried) und Manuela Vanni (Peißenberg) betonten zwar, dass sie für den Berufsschulneubau seien, stimmten bei den einzelnen Punkten dann aber mehr oder weniger geschlossen dagegen. Ihr Argument: Es ginge auch billiger (wir berichteten). Als einen Beweis für die in ihren Augen unzulänglichen Planungen führten sie gestern noch ein Schreiben der Metall-Innung Oberland an, deren Obermeister Johann Sieber angesichts der geplanten Werkstätten-Flächen eine 100-prozentige Verschlechterung der Unterrichtssituation sieht.

Kreishandwerksmeister und CSU-Kreisrat Stefan Zirngibl (Weilheim) konterte, dass die Planung noch nicht abgeschlossen sei und er bisher von keiner anderen Innung Negatives gehört habe.

Überhaupt gab es für die Projekt-Kritiker viel Kritik. Karl-Heinz Grehl (Grüne/Weilheim) machte „negative Schwingungen“ aus, wo doch Grund zur Freude sei. Josef Taffertshofer (BfL/Wildsteig) warf Unabhängigen/ödp vor, dass sie nicht an den Bauherren-Besprechungen teilgenommen hätten, „hintnach aber gscheit dahergeredet wird“. Michael Asam (SPD/Peiting) beklagte, dass durch das Verhalten von Unabhängige/ödp Politikverdrossenheit geschaffen werde, weil nach außen ein falscher Eindruck von der Kreistagspolitik entstehe.

Nach dem klaren Ja zum Neubau sieht der Zeitplan laut Florian Steinbach vom Landratsamt nun vor: Januar 2018: Einreichen des Bauplans; Herbst 2018: Freiräumen des Bauplatzes; Frühjahr 2019: Baubeginn; Frühjahr 2021: Einzug.

Kämmerer Norbert Merk hofft derweil, dass es für die Weilheimer Berufsschule die gleiche staatliche Förderung wie für die in Dingolfing gibt. Das wären dann 59 Prozent der förderfähigen Kosten.

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