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Bleibt am Standort: Die Landwirtschaftsschule, aufgenommen von der Krumpperstraße aus.

Beschluss zur Landwirtschaftsschule Weilheim

„Grünes Zentrum“ ist gestorben

Die Landwirtschaftsschule in Weilheim wird nicht verlegt, sondern am Standort saniert. Dafür hat sich der Kreis- und Schulausschuss ausgesprochen. Hinfällig ist damit ein Antrag der CSU-Kreistagsfraktion für ein „Grünes Zentrum“.

Weilheim – Im Zuge des Neubaus der Berufsschule hatte die CSU-Fraktion angeregt zu untersuchen, ob die Landwirtschaftsschule an der Pütrichstraße nicht ins Gebäude der alten Berufsschule an die Kerschensteinerstraße umziehen könnte, wenn die neue Berufsschule 2021 gebaut ist. Dann könnte am neuen Standort ein „Grünes Zentrum“ mit Landwirtschaftsamt und Fachverbänden wie dem BBV entstehen.

Einen Umzug wollen aber weder Schule noch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das machte Amtschef Stefan Gabler bei der Sitzung des Kreis- und Schulausschusses deutlich. „Es gibt keinen Grund, unseren jetzigen Standort zu verlassen“, so der neue Amtschef im Ausschuss. Er sprach sich strikt gegen eine Trennung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf der einen und der Landwirtschaftsschule auf der anderen Seite aus. Viele Mitarbeiter des Landwirtschaftsamtes sind (Teilzeit)Lehrer an der Landwirtschafts- oder der Hauswirtschaftsschule. Ihm genüge es, wenn einige Räume in der Schule, vor allem die im Bereich „Hauswirtschaft“ saniert würden. An der Landwirtschaftsschule gibt es die Bereiche „Hauswirtschaft“, „Landwirtschaft“ und „Ökologische Landwirtschaft“.

Auch der Ausschuss sprach sich nach der Bitte Gablers einmütig für diese Lösung aus. Lehrerzimmer, zwei Lehrsäle, vier Klassenzimmer sowie mehrere Nebenräume werden für insgesamt knapp 400 000 Euro saniert. Eine knapp 400 000 Euro teure Sanierung der Schulküche hatte der Kreisausschuss bereits beschlossen, diese hätte bei einem Umzug aber mitgenommen werden können.

Obwohl der Vorschlag der CSU-Fraktion für ein „Grünes Zentrum“ damit gestorben ist, zeigte sich Fraktionssprecher Peter Erhard zufrieden: „Das ist eine tolle Geschichte.“ Wir wollten mit unserem Antrag erreichen, dass man die Landwirtschaft nicht vergisst.“ Der Antrag habe dazu geführt, dass über das Thema eingehend diskutiert worden sei. „Wenn das Landwirtschaftsamt zufrieden mit dieser Lösung ist, dann ist uns das recht.“

Der Landkreis hatte sich bereits mit dem Thema „Grünes Zentrum“ befasst. Mitarbeiter der Behörde und Landrätin Andrea Jochner-Weiß waren in Holzkirchen, wo für rund 13 Millionen Euro ein solches Zentrum entstanden ist und in Bad Aibling.

Johannes Thoma

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