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Er kann es immer noch: Günter Grünwald unterhielt sein Publikum in der Stadthalle. 

Günter Grünwald in der Stadthalle

„Deppenmagnet“ ist ein Publikumsmagnet

Günter Grünwald kann es einfach: Mit seinem Programm „Deppenmagnet“ ist er noch immer Publikumsmagnet erster Güte und bescherte den Zuhörern in der voll besetzten Stadthalle einen vergnüglichen Samstagabend.

Weilheim –  Mit bissigen Kommentaren, bisweilen schwarzem Humor und alltagstauglichen Blödeleien mäanderte sich der Komiker durch das sinnfreie Fernsehprogramm. Nutzlose, ins Kraut schießende Kochsendungen, „bei denen du heute nix mehr lernst, sondern wo die vorbereitete Vinegrette sinnlos über den Salat gekippt wird“ und die Köche mit ihren „Ebolapratzen“ in die Schüssel fassen, waren ebenso Ziel seiner Zwerchfellattacken wie Westernfilme, in denen die Helden durch die Wüste reiten: „Wenn die Wasserflasche leer ist, drehen sie diese noch mal um, so als ob sich dort noch ein halber Liter Wasser verkantet hätte – und dann schmeißens die weg. Warum?“

Ebenso ihr Fett weg bekamen gesichtsgestraffte Promis mit ihren „verknödelten Köpfen“ und Tattoos von Körpermalern, die der Rechtschreibung nicht mächtig sind.

Grünwald entführte das in der schwülwarmen Stadthalle vor sich hinölende Publikum über den Brenner, um für seinen Neffen, der sich eigentlich einen „Cityroller“ gewünscht hat, einen „Südtiroler“ aufzutreiben, und sorgte so mit Lachmuskelattacken für weitere Schweißperlen auf der Stirn. Er machte ebenso wenig Halt vor naiver Baumarkt-Kunst wie vor Urlauben auf überfüllten Kreuzfahrtschiffen, auf denen man mit „5000 Rentnern in einem schwimmenden Sarg“ unterwegs sei und philosophierte als bierdimpfelnder Stammtischbruder über Menschen mit anderer Hautfarbe.

Nach zwei Stunden Spott, Flüchen und Albernheiten sowie einer ausgiebigen Zugabe entschwand das 60-jährige Urgestein des bayerischen Humors dann in seine Garderobe, um sich dem „Catering“ zu widmen und entließ ein zufriedenes und lachsattes Publikum in die frische Abendluft.

Myrjam C. Trunk

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