Sexualstraftäter aus Psychiatrie geflüchtet: Warnung vor Michel K.

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Eines der vielen Ensembles , die bei den Sommerkonzerten des Gymnasiums Weilheim in der Stadthalle begeisterten: die „Junior Bigband“.

Sommerkonzerte des Gymnasiums Weilheim

Mathe ist wichtig. Aber wirklich wichtig ist Musik.

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Musik, ein Nebenfach? Von wegen! An die 300 Schüler musizierten bei zwei furiosen Sommerkonzerten des Gymnasiums Weilheim  in der Stadthalle. 

Weilheim – Ach, wie viel wird darüber gesprochen, dass an den Schulen intensiver Naturwissenschaften und Technik unterrichtet werden müssten – und jeder Schüler WLAN und einen Tablet-Computer bräuchte, um für die Zukunft fit zu sein. Fächer wie Musik werden dagegen schnell mal zur Nebensache erklärt, nach dem Motto: ganz nett, aber nicht wichtig...

Gut, dass sich das Gymnasium Weilheim im Sturm dieses Zeitgeists noch ein ausgeprägtes Musikleben leistet –und gegen Schuljahresende sogar „Studientage für Musik“, an denen Chöre, Orchester und andere Ensembles drei Tage lang höchst konzentriert proben. Was dabei herauskommt, ließen diese Woche wieder die beiden Sommerkonzerte in der zweimal randvollen Stadthalle erleben. Dass gemeinschaftliches Musizieren wirklich alles fördert – Geist und Körper, Herz und Seele, Lebenssinn und Lebensfreude, Leistungs- und Teamfähigkeit, individuelle und soziale Kompetenzen –, das war dort fast rauschhaft zu spüren.

Hoch konzentriert, ansteckend fröhlich

Die drei Chöre aus Unter-, Mittel- und Oberstufe (die quantitativ und qualitativ deutliche Sprünge gemacht haben, seit es in der 5. und 6. Jahrgangsstufe je eine Chorklasse gibt), das groß besetzte Holzbläser-Ensemble und die fast auf Orchestergröße angewachsene Irish-Folk-Gruppe „Rowan Tree Hill“, die beiden Bigbands und die Jazz-Combo, das Junior-Orchester und das große Sinfonieorchester: An die 300 Schülerinnen und Schüler sorgten für ein Fest der Musik und des Musizierens. Dass die Musiklehrer des Gymnasiums mit ihnen ernsthaft arbeiten und zugleich große Begeisterung zu wecken vermögen, war offensichtlich. Alle Ensembles und sämtliche Mitwirkenden gingen ebenso aufmerksam wie fröhlich ans Werk.

Es erklang auch Rock aus den Charts

Bemerkenswert ist, wie gut bei all dem Breiten- und Spitzenförderung zusammengehen. Innerhalb der wunderbar großen Chöre wird auch mal ein kleines, feines Auswahl-Ensemble gebildet. Und einige Ausnahmetalente unter den Instrumentalisten begleiteten mal diesen, mal jenen Chor, mal in klassischer, mal in jazziger Besetzung; sie wechselten dabei munter vom Saxofon zur Klarinette oder vom Cello zum E-Bass. Das Programm insgesamt war ebenso ambitioniert wie sommerlich leicht. Es gab swingende und funkige Jazzklassiker („Fly me to the moon“, „Birdland“), aktuellen Pop in tollen und durchaus auch tückischen Arrangements (wie „Believer“ von „Imagine Dragons“), aber auch einen Satz aus Schuberts 5. Sinfonie –den das riesige Sinfonieorchester hervorragend meisterte.

Rührende Abschiedsszenen

Wie sehr den Schülern all die Ensembles ans Herz gewachsen sind, das bewiesen die rührenden Dankeslieder und -worte der scheidenden Abiturienten. Und traditionellerweise verabschieden sich bei den Sommerkonzerten des Gymnasiums auch die Musikreferendare, die nach einem Ausbildungsjahr in Weilheim weiterziehen (müssen): Die sechs jungen Damen und Herren rissen mit einer fein gesungenen und witzig choreografierten Version von „Twist and shout“ zu Beifallsstürmen hin. Hoffentlich dürfen sie noch an vielen Schulen viele Schüler für Musik begeistern. Und hoffentlich wissen an allen ihren Einsatzorten viele Eltern (und Wähler), dass Musik nicht nur ein Nebenfach ist – sondern richtig wichtig. 

Magnus Reitinger

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