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Bunt war es beim Komod-Festival 2018

Hauptausschuss sagt „Ja“

Stadt will ein zweites „Komod-Festival“

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Auch im Sommer 2019 wird es wieder ein „Komod-Festival“ in Weilheim geben. Der Hauptausschuss des Stadtrats hat den Veranstaltern dafür demonstrativ den Rücken gestärkt.

Weilheim– Die Premiere im vergangenen August hat Tausende junge Leute, aber auch Familien begeistert: Zwei Tage und Nächte lang gab es am Naturfreundehaus unter freiem Himmel Musik, Workshops zu nachhaltigem Lebensstil, bunte Stände und kreative Aktionen. Und sämtliche Rückmeldungen bescheinigten, dass man „selten ein so friedliches und sauberes Festival erlebt“ habe, betont Jutta Liebmann, die Leiterin des Amtes für Standortförderung, Kultur und Tourismus im Weilheimer Rathaus. Für sie steht fest, „dass die positiven Dinge überwogen haben“, auch wenn es – während des Festivals bei der Polizei und hinterher in Leserbriefen – Beschwerden wegen zu großen Lärms gab.

Ordnungsamts-Chef Andreas Wunder erklärte, dass es für die „Komod“-Premiere „wahnsinnig viele Auflagen“ bezüglich Sicherheit und Ordnung gegeben habe – und diese hätten die Veranstalter Christian Botsch, Navina Pernsteiner und Florian Mangold perfekt erfüllt. Man habe auch keine Lärmbelastung über den zulässigen Werten feststellen können.

Nun haben die „Komod“- Macher anfragt, ob das Festival 2019 wieder durchgeführt werden kann – und rannten im Hauptausschuss des Weilheimer Stadtrats damit offene Türen ein. Das Gremium stimmte einhellig zu. „Wenn wir so ein Festival da draußen nicht zulassen – wo sollte es sonst möglich sein?“, sagte Bürgermeister Markus Loth. Und sein BfW-Kollege Jochen Knittel wandte sich an Mitveranstalter Botsch: „Hut ab, dass heute noch jemand so ein Festival organisiert, trotz all der Auflagen – vielen Dank dafür!“

Auch aus allen anderen Fraktionen gab es Lob und Unterstützung. Marion Lunz-Schmieder (CSU) sprach von einem wichtigen Angebot „für die Jugend und Junggebliebene“ und bat Lärmgeplagte um Toleranz: „Zusammenleben ist Geben und Nehmen“ – und das Festival dauere ja „nur ein Wochenende“. Walter Weber (FW) bescheinigte den Veranstaltern, „alles richtig gemacht“ zu haben: „Dass sich immer ein paar Leute gestört fühlen, werden wir nicht verhindern können.“ Und Dr. Eckart Stüber (Grüne) sagte, auch er habe in seinem Haus in der Innenstadt die Musik gehört, sei aber „um ein Uhr über das Wummern der Bässe eingeschlafen“. Die Beschwerden sind seiner Meinung nach „nur dem geschuldet, dass so wenig los ist in Weilheim“.

„Man sollte die Kritik nicht kleinreden“, meinte Ingo Remesch (SPD), „aber um Verständnis werben“. Er selber sei nach einem Rundgang „sehr beeindruckt“ gewesen von „Komod“, so Remesch: „Das Festival nicht mehr zuzulassen, wäre ein ganz fatales Zeichen an die Jugend in Weilheim und an die ganze Kulturszene.“

3. Bürgermeisterin Angelika Flock (CSU) sagte, auch sie „stehe total hinter diesem Festival“. Die Veranstalter bat sie aber, „darüber nachzudenken, mit der Musik ein bisschen früher Schluss zu machen, vielleicht um zwei Uhr oder halb drei“. Christian Botsch antwortete, man habe schon beschlossen, die Musik „nächstes Mal ein bisschen kürzer“ laufen zu lassen.

Als „klares Bekenntnis zu dem Festival“ wertete Bürgermeister Loth die Aussagen der Stadträte – und den Veranstaltern wünschte er schon mal „alles Gute für 2019: Lasst’s euch nicht entmutigen!“

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