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Die alten Bahnhofsuhren wurden abmontiert, drei konnte ein Sammler  retten.

Nach dem barrierefreien  Umbau 

Hochkarätige Gäste und eine ICE-Taufe

Von Berlin zum Feiern nach Weilheim: Mit Alexander Dobrindt (Bundesverkehrsminister) und Berthold Huber (Personenverkehrsvorstand der Bahn) an der Spitze wird am kommenden Montag die Eröffnung des barrierefreien Bahnhofs in Weilheim gefeiert.

Weilheim – „Mit der Eröffnung des barrierefrei umgebauten Bahnhofs Weilheim beginnt für die Reisenden in der oberbayerischen Kreisstadt eine neue Ära“, lobt die „Kommunikation Bayern“ der Deutschen Bahn den Abschluss der über ein Jahr dauernden Arbeiten am Bahnhof Weilheim. Alle Fahrgäste erreichen künftig barrierefrei die Bahnsteige und gelangen stufenfrei in die Nahverkehrszüge.

Ganz werden die seit dem Spatenstich im Mai vergangenen Jahres bei vollem Betrieb und deswegen mit zahlreichen Erschwernissen für die Pendler laufenden Arbeiten bis zum kommenden Montag nicht erledigt sein (wir berichteten), aber gefeiert wird am kommenden Montag, 26. Juni, schon mal hochkarätig: mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber, Ministerialdirektor Helmut Schütz, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium, dem bayerischen DB-Konzernbevollmächtigten Klaus-Dieter Josel und Weilheims Bürgermeister Markus. Zudem wird auf Gleis 1 ein ICE-Zuges auf den Namen „Weilheim i.OB“ getauft. Der Umbau macht es möglich, dass ab Dezember 2017 erstmals ICE-Züge in Weilheim halten können.

Weilheim ist einer der großen Bahnhöfe südlich von München, hier kreuzen sich Bahnlinien, die nach München, nach Garmisch-Partenkirchen, nach Schongau und nach Augsburg führen. In der Regel fährt in jede Richtung stündlich ein Zug. Bis zu 8000 Pendler sind am Bahnhof werktäglich unterwegs.

Auch wenn sich der zeitweise greifbar nahe Traum vom Bau eines neuen Bahnhofsgebäudes als Ersatz für das aus den 1960er Jahren stammende jetzige Gebäude zerschlagen hat, Weilheim macht mit dem 11, 5 Millionen Euro teuren barrierefreien Umbau der Bahnhofsanlagen einen großen Schritt in Richtung Modernisierung des ganzen Quartiers. Dieser Schritt hat eine lange Vorgeschichte und bedurfte zahlreicher Aktionen wie Unterschriftensammlungen, großen politischen Drucks und auch Runder Tische und Resolutionen im Stadtrat. Im Oktober 2010 hat beispielsweise der Fahrgastverband „Pro Bahn“ ein Positionspapier erarbeitet und an Lokalpolitiker geschickt, im April 2011 setzte er sich mit einer Petition im Landtag für den barrierefreien Ausbau ein; im Sommer 2011 erfolgten kleinere Reparaturen. Und im Januar 2013 teilte der damalige bayerische Verkehrsminister Martin Zeil dann mit, dass die Finanzierung für den Umbau des Weilheimer Bahnhofs gesichert sei und das Projekt jetzt geplant sei.

Der barrierefreie Umbau ist einer von mehreren Bausteinen, mit denen das Bahnhofsviertel aufgewertet und in einen modernen Verkehrsknotenpunkt verwandelt werden soll. Als nächstes steht der Bau des Busbahnhofes zwischen Bahnhofsgebäude und dem Stellwerk im Norden an.

Wegen Verzögerungen bei der Ausschreibung und komplizierter Altlastenuntersuchungen durch das Wasserwirtschaftsamt und ein Kampfmittelräumkommando hat sich der Spatenstich aber auf das kommende Jahr verschoben. Darüber hinaus soll der Bahnhofsvorplatz neu und einladend gestaltet werden. Dabei sollen auch Radabstellplätze verschiedener Kategorien geschaffen werden. Bisher gibt es nur einige wenige Ständer– und als Folge davon ein Chaos aus wild übereinander und nebeneinander liegenden Fahrrändern, das bisweilen bis auf den Gehsteig reicht.

Das weitere Bahnhofsgelände soll vom Güterbahnhof über das ehemalige Panzergleis-Areal bis zur Schützenstraße neu bebaut werden. Vom Hotel bis zu Sozialwohnungen: Viele Möglichkeiten waren schon oder sind noch im Gespräch. Was letztlich von wem verwirklicht wird, ist offen.

gre

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