23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

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Nürnberger Meister-Organist: Bernhard Buttmann in Weilheims Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt.

„weilheimer orgelsommer“  

Höchster Anspruch, betörende Schönheit

Polling - Der Nürnberger Organist Bernhard Buttmann bot eindrucksvolle Werke von Bach, Rheinberger und Reger. Er war schon beim 1. "Weilheimer Orgelsommer" dabei.

 Schon beim 1. „Weiheimer Orgelsommer“ 2011 war er dabei, fünf Jahre später hat ihn Jürgen Geiger, musikalischer Hausherr an Mariae Himmelfahrt, nun wieder eingeladen: Bernhard Buttmann, Kirchenmusikdirektor von St. Sebald, Nürnbergs ältester Stadtkirche. Wie bei seinem ersten Konzert in Weilheim konzentrierte Buttmann, Jahrgang 1958, das Programm auf drei Komponisten, diesmal Johann Sebastian Bach (1685- 1750), Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) und Max Reger (1873-1916). Jürgen Geiger gab zwischen den Stücken informative Einführungen.

Zum Auftakt war am Sonntagabend Bachs „Präludium und Fuge c-Moll“ BWV 546 zu hören – und Buttmanns Spiel dank Videoübertragung auf Leinwand auch zu sehen. Das Werk vereinigt kompositorische Meisterschaft mit hohem Anspruch an den Interpreten. Auch die Fuge, so einfach ihr Grundthema zunächst auch klingt, verlangt volle Konzentration. Geschickt realisierte Buttmann die Steigerung bis zum Schlussakkord nicht nur durch die Registrierung, sondern auch durch ein spürbares Anziehen des Tempos. Die „Triosonate Nr. 1 Es-Dur“ BWV 525 bestach dann durch ihre Schönheit. Der erste Satz duftig-leicht, der zweite lyrisch-besinnlich, der dritte tänzerisch-bewegt: barocke Lebensfreude.

Der Liechtensteiner Josef Gabriel Rheinberger kam als Jugendlicher nach München und blieb dort zeitlebens. Er gehörte zu den erfolgreichen Komponisten seiner Zeit. Von seinen 20 Orgelsonaten spielte Buttman die Nr. 4 a-Moll op. 98 – eine eindrucksvolle Präsentation hochromantischer Orgelkunst.

Max Reger starb vor 100 Jahren. Aus diesem Anlass hat Bernhard Buttmann in Zusammenarbeit mit dem BR Regers gesamtes Orgelwerk auf 16 CDs eingespielt. Er gilt zu Recht als einer der besten Kenner und Interpreten von Regers Orgelmusik. Aus den 52 Vorspielen der gebräuchlichsten evangelischen Choräle op. 67 wurden drei ausgewählt: „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr’“, „Gott des Himmels und der Erden“ und „Ein feste Burg ist unser Gott“, ein typischer Reformationschoral, den Reger sehr plastisch und kraftvoll vertonte. Einen krönenden Abschluss bildete die „Toccata und Fuge d-Moll/D-Dur op. 59/5,6“. Spätromantische Orgelkunst, authentisch interpretiert.

Mit anhaltendem und herzlichem Beifall dankten die etwa 80 Besucher dem Gast für ein anspruchsvolles Konzert.

Nächstes Konzert

beim „Internationalen Weilheimer Orgelsommer“: Ferruccio Bartoletti (La Spezia/Itaien) spielt Werke von Buxtehude, Schumann, Brahms sowie Improvisationen – am Sonntag, 14. September, 20 Uhr, in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Kartenvorverkauf: Ticketservice in der Sparkasse am Marienplatz und Pfarrbüro (0881/2287).

Bernhard Küstner

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