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War er gestern letztmals im Eingangsbereich des Stadttheaters? 2018 könnte der SPD-Neujahrsempfang bereits im Obergeschoss stattfinden. Ein neuer Lift soll eine behindertengerechte Lösung bieten. Am Rednerpult: Ortsvorsitzender Dominik Hey. 

Neujahrsempfang der SPD Weilheim

„Hoher Bedarf an Sozialwohnungen“

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Weilheim - Das Jahr 2017 bringt eine Bundestagswahl mit sich, und das machte sich beim Neujahrsempfang der SPD Weilheim bemerkbar. Einer der Redner war Enrico Corongiu, der auch im Unterbezirk Weilheim-Schongau für den Bundestag kandidiert.

 Schon Ortsvorsitzender Dominik Hey spannte in seinen einführenden Worten den Bogen über Weilheim hinaus. Er erinnerte an das unter anderem von Terror und Krieg geprägte Jahr 2016 und appellierte an die vielen Zuhörer im Eingangsbereich des Stadttheaters: „Zeigen Sie Haltung, und erheben Sie Ihre Stimme!“ Auch die SPD Weilheim versuche „die Stimme der Vernunft zu erheben“, und zwar nicht nur wenn es um die Stadtpolitik gehe.

Ingo Remesch, Fraktionsvorsitzender von SPD und FDP im Weilheimer Stadtrat, blickte dann vor allem aufs Ortsgeschehen – und besonders darauf, was sich im Jahr 2017 tun wird. So stünde die Sanierung der Ammerschule genauso an wie die des Kindergartens „Pfiffikus“. Auch am Veranstaltungsort, dem Stadttheater, soll sich etwas ändern. Wenn alles gut gehe, so Remesch, könne der SPD-Neujahrsempfang 2018 im ersten Obergeschoss des Theaters stattfinden, denn dann sorge ein neuer Lift für einen behindertengerechten Zugang zum dortigen Foyer. Die Forderung, in Töllern eine sehr gute, solide Unterbringung für Obdachlose zu schaffen, brachte Remesch Beifall vom Publikum ein.

Zu den Zuhörern gehörten auch Vertreter anderer politischer Couleur. Zweiter Bürgermeister Horst Martin kam in seiner Rede darauf zu sprechen, dass er an der Stadtspitze mit zwei Vertretern anderer politischer Farben gut zusammenarbeite: Als Roter treffe er auf Orange (erster Bürgermeister Markus Loth – Bürger für Weilheim) und Schwarz (dritte Bürgermeisterin Angelika Flock – CSU).

„Für uns als Rote ist es sehr positiv, dass der Sozialwohnungsbau angestoßen wurde“, sagte Martin außerdem. Aber die geplanten Wohnungen reichten nicht aus – Weilheim habe „einen sehr hohen Bedarf an Sozialwohnungen“. Martin beklagte auch, dass die Bauverwaltung im Rathaus durch das Anwachsen der Stadt einer enormen Belastung ausgesetzt sei.

Den Blick auf die Bundespolitik richteten dann wieder SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Post aus München und SPD-Bundestagskandidat Corongiu aus Mittenwald. Das „Spiel mit Angst, Hass und Hetze“ sei keine gute Politik sagte Letzterer mit Bezug auf die AfD, deren Vertretern er vorwarf, zwar viel zu reden, aber eigentlich keine Aussagen zu treffen. Post ging auch mi der eigenen Partei ins Gericht: Wenn man erfahre, dass laut Umfragen 15 Prozent der Menschen für die AfD sind, müsse man sich fragen „Was haben wir falsch gemacht?“.

Auch die Rentenpolitik war für Post wie für Corongiu ein Thema. Eine Forderung Corongius ist es, die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen. Beide Gastredner erhielten als Erinnerung an ihren Besuch Taschen, auf die ein Umgebungsplan von Weilheim aufgedruckt ist.

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