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Der Umbau für die künftige Pension an der Pöltnerstraße läuft bereits. Links ist der Zugang zur „Bachbräu-Passage“.

Bauausschuss stimmt zu

„Bachbräu-Passage“ als Hotel - die neueste Idee für ein Sorgenkind

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Die „Bachbräu-Passage“ in der Weilheimer Altstadt könnte bald Hotelbereich werden. Einem ersten Antrag in diese Richtung hat der Bauausschuss einmütig zugestimmt. Denn Läden hätten dort nicht funktioniert.

Weilheim– Aus zwei „bislang als Laden genutzten Einheiten“ im Inneren der „Bachbräu-Passage“ sollen „drei beziehungsweise vier Hotelzimmer“ werden: Das ist der Inhalt eines Bauantrages, über den der Bauausschuss des Stadtrats in seiner Juli-Sitzung zu befinden hatte. Die geplanten Hotelzimmer sollen laut Stadtbauamt dem bereits im Februar genehmigten Pensionsbetrieb auf dem Grundstück Pöltnerstraße 4 zugeordnet und „von dort mitbedient“ werden. Die nötigen Autostellplätze seien in der bestehenden Tiefgarage vorhanden.

„Noch nicht ganz spruchreif“ – wie es hieß –, aber geplant sei, letztlich das gesamte Erdgeschoss für das künftige Hotel zu nutzen. Die jetzige Gastronomie dort sei „als Frühstücksraum angedacht“. Die bisher öffentlich zugängliche Verbindung zwischen Lederer- und Pöltnerstraße „ist dann keine Passage mehr, sondern Hotel“, stellte Stadtbauamts-Mitarbeiter Stefan Kirchmayer fest.

Genau dieser Umstand kam in der BfW-Fraktion zunächst „nicht sehr gut an“, wie deren Sprecherin Brigitte Holeczek sagte: „Wenn man da zustimmt, gibt es da nie mehr etwas anderes als Hotelzimmer, und die Passage ist tot.“ Doch Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt betonte, man müsse sich „vom Passage- und Flaniergedanken dort“ ohnehin verabschieden: „Bis jetzt hat sich kein Geschäft dort gehalten.“ Auch Uta Orawetz (CSU) befand, die „Bachbräu-Passage“ habe „nie richtig funktioniert, sie ist viel zu kleinteilig angelegt“. Als Hotel habe die Passage noch „einen gewissen Sinn“, so Orawetz: „Ich finde das prima.“ Und Romana Asam (FW) fügte an: „Ich bin froh, dass das Dilemma mit der Shisha-Bar dort dann erledigt ist.“

Man wolle „der grundsätzlichen Entwicklung, dass mehr und mehr Läden umgenutzt werden, nicht auch noch Vorschub leisten“, so erklärte Claus Reindl das leise Unbehagen der BfW-Vertreter. Und Stefan Zirngibl (CSU) konstatierte: „Die Idee mit der Passage – eine Fußgänger-Verbindung von Pöltner- und Ledererstraße mit Läden und Café – war seinerzeit gut, wir haben da damals gern zugestimmt. Aber es hat nicht funktioniert.“ Weil die Eingänge „von beiden Seiten zu dunkel“ seien, glaube er auch nicht, dass eine Ladenpassage dort in Zukunft funktionieren würde, so Zirngibl weiter. Einer Hotelnutzung zuzustimmen sei deshalb „der sinnvollere Weg als zuzuwarten, dass sich vielleicht irgendwann Läden ansiedeln“.

Letztlich stimmte der Ausschuss dem vorliegenden Bauantrag einhellig zu. „Das scheint mir ein erfolgversprechender Weg, das Ganze nutzbar zu machen“, resümierte SPD-Vertreter Michael Lorbacher. Läden hätten nicht funktioniert, und „als Fußgängerverbindung ist diese Passage tot“, so Lorbachers Fazit: „Wenn die Passage verloren geht, ist das für die Weilheimer Innenstadt kein Verlust.“

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