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„Huawei“ will sich in Weilheim ansiedeln.

Moderner Produktionsbetrieb geplant 

„Huawei“ macht ernst in Weilheim

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Der chinesische Mobilfunkriese „Huawei“ legte einen Antrag auf Umbau  von ehemaligen „Zarges“-Hallen  vor. Dort soll produziert werden.

Weilheim – Dass ein chinesischer Investor eine Niederlassung in Weilheim plant und dafür ein Grundstück samt Halle von der Firma „Zarges“ am Leprosenweg gekauft hat, das wurde wie eine geheime Kommandosache behandelt. Bereits Mitte Januar dieses Jahres berichtete die Heimatzeitung, dass es dabei um den Mobilfunkriesen „Huawei“ geht, bestätigt wurde das weder von Verantwortlichen in Weilheim noch von dem Konzern selbst. Selbst über den Besuch einer großen Delegation der Chinesen im Weilheimer Rathaus war Stillschweigen vereinbart worden. Die Abordnung war dem Vernehmen nach unter anderem daran interessiert, welche Lebensqualität die Stadt in Hinsicht auf Wohnungen und Schulen bietet.

Nun aber ist es offiziell: Die „Huawei Technologies Düsseldorf GmbH“ – das ist die Europazentrale des Konzerns – will die Halle in einen „neuen und modernen Produktionsbetrieb umbauen“, heißt es in den Unterlagen des Stadtbauamtes für die März-Sitzung des Bauausschusses am morgigen Dienstag, 21. März.

„Huawei“ hat bei der Entwicklung seines neuen Standortes in Süddeutschland aber allem Anschein nach noch mehr vor, denn das Bauamt schreibt in Zusammenhang mit dem Umbau und der Nutzungsänderung für die Halle von einem „ersten Bauabschnitt“. Platz wäre auf dem aus dem Besitz der Firma „Zarges“ am Leprosenweg erworbenen Areal noch. „Die Freiflächen vor dem Gebäude werden als Parkplätze und großzügige Grünanlagen angelegt“, so das Stadtbauamt.

Der „Huawei“-Konzern mit Sitz in Shenzhen (nahe Hongkong) wurde 1987 gegründet und zählt rund 170 000 Mitarbeiter weltweit. Seit 2001 hat er seine Europa-Niederlassung in Düsseldorf. Sein europäisches Forschungszentrum sitzt in München.

Laut Angaben der Firma „Zarges“ übernimmt „Huawei“ das Gewerbegrundstück zum 1. April. Interesse an der Fläche hatte ursprünglich auch der Landkreis für den Bau der neuen Berufsschule, Wegen möglicher Belästigungen durch einige in der Nachbarschaft liegende Gewerbebetriebe zog er jedoch zurück und kaufte die Fläche am Narbonner Ring.Der 

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der 23 Tagesordnungspunkte umfassenden Sitzung sind auch der Neubau eines Verlagsgebäudes des „Kreisboten“ am Weidenbach, der Bau eines Boardinghauses am Holzhofring, die Anlage einer Blumenwiese am Mittleren Graben, die Errichtung weiterer Fahrradständer sowie zahlreiche Bebauungsplan-Änderungen. Beginn der Sitzung am morgigen Dienstag ist um 9.30 Uhr im Rathaus.

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