Noch ist das „Trifthofstüberl“ eine Gaststätte, die zurzeit Gerichte zum Mitnehmen anbietet. Doch es gibt Pläne, das Gebäude künftig für eine Hundepension zu nutzen.
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Noch ist das „Trifthofstüberl“ eine Gaststätte, die zurzeit Gerichte zum Mitnehmen anbietet. Doch es gibt Pläne, das Gebäude künftig für eine Hundepension zu nutzen.

Es handelt sich um „Grenzfall“

Hundepension anstelle des „Trifthofstüberls“

  • Magnus Reitinger
    VonMagnus Reitinger
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Das Gebäude des jetzigen „Trifthofstüberls“ in Weilheim soll eine Hundepension werden. Einer entsprechenden Anfrage hat der Bauausschuss des Stadtrates jetzt einhellig zugestimmt – obwohl es sich um einen „Grenzfall“ handle.

Weilheim – Seit Jahrzehnten beherbergt das direkt an der Fuß- und Radweg-Unterführung des Bahndamms gelegene Gebäude an der Trifthofstraße 57 eine Gaststätte mit Biergarten: das „Trifthofstü-berl“. Doch dessen Tage sind wohl gezählt. Man werde schließen, bestätigt Pächter Konstantinos Alexandridis, der das Lokal vergangenen April übernommen hat und dort bayerisch-griechische Küche bietet, auf Tagblatt-Anfrage. Nur der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest. Vorerst gibt es im „Trifthofstüberl“ weiterhin Speisen zum Mitnehmen – bekanntlich das einzige, das die Corona-Verordnungen aktuell zulassen. Ende März will Alexandridis, der zudem seit 2016 das „Seehäusl“ am Engelsrieder See bei Rott betreibt (und dieses auch weiter führt), einen Feinkostladen in Räumen eines früheren Möbelgeschäfts an der Münchener Straße eröffnen.

Was aus dem jetzigen „Trifthofstüberl“ dann werden soll, war in der jüngsten Sitzung des Weilheimer Bauausschusses zu erfahren. Dort wurde über eine Anfrage zur Nutzungsänderung der Gaststätte in eine Betriebswohnung mit Hundepension befunden. Man habe „ein bisschen Bauchweh“ angesichts der reinen Wohnbebauung auf der anderen Seite des Bahndamms und „eventueller Beeinträchtigungen durch Gebell“, räumte Manfred Stork, der Leiter der städtischen Bauverwaltung, ein. Doch an sich wäre das Vorhaben im Gewerbegebiet ausnahmsweise zulässig.

„Nicht der ideale Standort“ für eine Hundepension

Von einem „Grenzfall“ sprach Bürgermeister Markus Loth (BfW): „Der ideale Standort ist es nicht, aber man könnte damit leben.“ Nach Angaben des Stadtbauamtes betreibt die Bewerberin für die geplante Hundepension bereits seit sieben Jahren eine solche Einrichtung in Penzberg. Die „persönliche Eignung“ sei durch das Veterinäramt überprüft; dieses prüfe und genehmige auch die bauliche Beschaffenheit des Gebäudes, zu dem auch ein Garten gehört. Die Haltung der in der Regel fünf bis sechs Pensionshunde erfolge im Wohnbereich, sodass eine Betreuung rund um die Uhr gewährleistet sei – ohne Zwingerhaltung.

Grünen-Vertreter Alfred Honisch sagte, die Betreiberin wolle von Penzberg nach Weilheim wechseln – und sie nehme „grundsätzlich keine Kläffer“, wie seine Recherchen ergaben. Für Honisch ist deshalb klar: Der Hundepension anstelle des „Trifthofstüberls“ könne man „durchaus zustimmen“. Das sah auch Rupert Pentenrieder (BfW), der Landwirtschaftsreferent des Stadtrates, so: Ein solches Vorhaben „muss mehr oder weniger ins Gewerbegebiet“, so Pentenrieder, weil es für eine Hundepension keine Privilegierung im Außenbereich gebe. Schließlich stimmte der Bauausschuss der Anfrage einmütig zu.

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