Im Auto sitzend beim Warnstreik dabei: Die Teilnehmer der Kundgebung unterstützten die Aussagen von Helmut Dinter, Bevollmächtigter der IG Metall (vorn), durch Hupen.
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Im Auto sitzend beim Warnstreik dabei: Die Teilnehmer der Kundgebung unterstützten die Aussagen von Helmut Dinter, Bevollmächtigter der IG Metall (vorn), durch Hupen.

IG Metall rief zum Arbeitskampf unter Pandemiebedingungen auf

Hupkonzert beim ersten Warnstreik

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Mit Hupen machen die rund 60 Autos, die gestern auf den Weilheimer Volksfestplatz gekommen sind, auf sich aufmerksam. An ihren Fensterscheiben sind rote Fähnchen der IG Metall befestigt. Wer noch keine hat, bekommt noch schnell welche.

Landkreis – Grund des Zusammentreffens ist die erste Streikaktion der IG Metall nach den gescheiterten Tarifverhandlungen. In vier Sitzungen konnten sich der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft nicht auf einen neuen Vertrag einigen (wir berichteten). Nicht nur Beschäftigte aus dem Landkreis Weilheim-Schongau sind vor die kleine Hochlandhalle gekommen. Neben Mitarbeitern von Zarges Weilheim, Aerotech Peißenberg, Jenoptik in Altenstadt sowie Hoerbiger Antriebstechnik und Hoerbiger Kompressortechnik in Schongau waren auch Angestellte der Firma Hilti in Kaufering da.

Immer wieder wurde der erste Bevollmächtigte der IG Metall Weilheim, Helmut Dinter, durch kräftiges und langes Hupen unterstützt, wenn er die Forderungen der IG Metall ansprach. Denn wegen der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln mussten die Teilnehmer in ihren Autos sitzen bleiben.

Große Beteiligung von Azubis beim Warnstreik

Vor allem die große Beteiligung der Auszubildenden freute Patrick Grabanyi, Jugendsekretär bei der IG Metall Weilheim, sehr. „Wir kämpfen für euch und wir kämpfen gemeinsam“, sagte er in ihre Richtung. Denn ein Punkt der Verhandlungen ist, dass Azubis unbefristet übernommen werden und auch die dualen Studenten in den Tarifvertrag mit aufgenommen werden.

Josef Brunner von Aerotech war bei den Verhandlungen zwischen IG Metall und Arbeitgeberverband dabei. „Die Arbeitgeber glauben, dass sie die Pandemie nutzen können, um den Tarifvertrag schlechter zu machen“, schimpfte er ins Mikrofon. Ab Freitag, 12. März, werde die zweite Runde der Warnstreiks eingeleitet, wenn bis dahin kein Entgegenkommen von den Arbeitgebern zu sehen sei, so Dinter.

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