Bunte Feier des Austro-Pop: Die nur mit Vornamen genannten Musiker Peter, Reiner, Hias, Robert, Bernhard und Manu (v.l.).

„I am from Austria“ in der Stadthalle Weilheim

Party auf Österreichisch

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Die Show  „I am from Austria“  brachte die Hits der Austropop-Legenden in die Weilheimer Stadthalle. 500 Besucher feierten mit.  

Weilheim – Der gute, alte „Austro-Pop“ ist immer noch – oder wieder – ein Publikumsmagnet, das haben so einige Cover-Bands erkannt. Regelmäßig sind auf den Kneipen-Bühnen der Region Formationen zu erleben, die gekonnt durchs Lebenswerk österreichischer Granden wie Ambros, Fendrich und STS streifen – vor Fans, die jede Textzeile auswendig können.

Das Projekt „I am from Austria“ treibt diesen Spaß auf die Spitze: Mit satter Ton- und viel Lichttechnik zur gut vermarkteten „Show“ aufgemotzt, bringt eine extra zusammengestellte Profiband seit 2013 „die größten Hits aus 50 Jahren Austro-Pop“ in die größeren Hallen Süddeutschlands. Der Eintrittspreis ist drei- bis viermal so hoch wie bei Auftritten ähnlicher Cover-Bands etwa im Habacher „Village“ oder „Trödler“. Und doch (oder gerade deswegen): Laut Veranstalter haben schon über 30 000 Zuschauer „I am from Austria“ live gesehen – und mehrere Millionen in Fernsehsendungen wie dem „ZDF Fernsehgarten“.

Rund 500 Besucher – meist Experten, wie die Mitsingfreudigkeit bewies – waren es am Montagabend beim Gastspiel in der Weilheimer Stadthalle. „Das Feuer“ von STS, Wolfgang Ambros’ „Blume aus dem Gemeindebau“ und Georg Danzers „Jö schau“ waren ein ambitionierter, zugleich lässiger Auftakt. Und schon beim folgenden Rainhard-Fendrich-Medley hatten die sechs Musiker die Halle im Griff: „Oben ohne“ hätten sie gar nicht mehr selber singen müssen.

Medleys waren nötig, um in zweieinhalb Stunden auch nur die wichtigsten Hits des Genres unterzubringen – was virtuos gelang: In einem Ruck von „Rock me Amadeus“ über „Live ist live“ und den „Zentralfriedhof“ zu „Codo“, das muss man erst mal schaffen. So blieb auch Zeit, im weniger abgenudelten Repertoire zu schürfen (etwa mit Peter Cornelius’ opulentem „Segel im Wind“) – und beim „Großvater“ von STS die Rührung auszukosten.

Stimmlich und stimmungsmäßig kamen die nur mit Vornamen genannten Sänger und Gitarristen Peter, Hias und Manu den Vorbildern meist akzeptabel nahe. So klatschte, tanzte, feierte das Publikum das letzte Drittel durch, samt dreier Zugaben, deren Highlight natürlich Fendrichs titelgebende Hymne „I am from Austria“ war. Insofern: alles leiwand bei dieser Kopie, die sich inzwischen auch auf CD und DVD verewigt hat. Aber da nimmt der echte Fan dann doch lieber die Originale.

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