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Wollen die Ausbildungsqualität mit einer Umfrage ermitteln: (von links) Philip Kränsel, Carina Negele, Stefan Schelke, Anna Kränsel, Anna Lena Stannecker, Lukas Niemand und Jacqueline Eberl. 

IG-Metall-Jugend startet Umfrage zur Qualität der Lehrbetriebe

Ausbildungs-Checker gesucht

Weilheim - Die IG-Metall-Jugend startet eine Umfrage zur Qualität ihrer Ausbildung. Die Aktion dauert bis Oktober.

 Die Zahl der Ausbildungsplätze kann leicht aus Statistiken gelesen werden. Aber wie steht es um die Qualität der Ausbildungsplätze? „Das wollen wir mit unserem Ausbildungs-Check ermitteln“, so Philip Kränsel. Der Fachsekretär von der IG Metall-Geschäftsstelle in Weilheim ist überzeugt, dass diese Umfrage notwendig ist. Schließlich bräuchten junge Menschen bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes möglichst viel Information über die Qualität der bevorstehenden Ausbildung.

„Überall hört und liest man, dass Auszubildende händeringend gesucht werden“, so Kränsel. Dies bedeute aber noch nicht, dass es keine Probleme gebe. Diese könnten nicht nur in der Ausbildung selbst liegen, sondern auch in dem, was danach kommt. Es sei nämlich nicht selbstverständlich, dass eine gute Ausbildung auch zu einer guten – und vor allem sicheren – Arbeit mit unbefristetem Arbeitsvertrag führe.

Damit niemand Nachteile fürchten muss, ist auf den Fragebögen keine Namensangabe vorgesehen. Ausgegeben und eingesammelt werden die Bögen von den Betriebsräten, die sich der Aktion anschließen. „Natürlich ist die Teilnahme freiwillig“, betont Kränsel. Im Einzugsgebiet der Geschäftsstelle, das das Gebiet zwischen Landsberg am Lech, Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen umfasst, gibt es laut Kränsel rund 3000 Auszubildende in den drei von der IG Metall vertretenen Branchen – „Metall“, „Holz und Kunststoff“ und „Textil“. Rund 700 von ihnen würdenseiner Schätzung nach an der Aktion teilnehmen. Die ersten Fragebogen – knapp 50 Stück aus einem Großunternehmen im Landkreis Landsberg am Lech – sind bereits in der Geschäftsstelle eingetroffen. „Eine sehr gute Rücklaufquote“, beurteilt Kränsel das Ergebnis. Die Aktion läuft noch bis Ende Oktober. Danach sind zwei Monate für die Auswertung vorgesehen, Anfang 2017 werden die Betriebsergebnisse den Betriebsräten der jeweiligen Firmen zur Verfügung gestellt. Die Gesamtauswertung will die Gewerkschafts-Jugend veröffentlichen. Die besten Unternehmen sollen dabei genannt werden, wenn sie dies wünschen. Außerdem erhalten sie eine Plakette, mit der sie im Unternehmen auf ihre Leistung aufmerksam machen können. Kränsel betont, dass sich die Aktion nicht gegen die Betriebe richtet, sondern ihnen helfen soll, etwaige Mängel zu erkennen und zu beseitigen, was letzten Endes dem Unternehmenserfolg diene.  

Alfred Schubert

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