Im Stadtrat wird Gutachten vorgestellt

Wie geht es weiter bei der Fußgängerzone?

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In der Stadtratssitzung am Donnerstag ist die  Erweiterung der Fußgängerzone Thema. Dann wird das Ergebnis des Gutachtens vorgestellt. 

Weilheim – 60.000 Euro hat es gekostet das Gutachten, das Aufschluss darüber bringen soll, welche Folgen die aufgeregt diskutierte Erweiterung der Fußgängerzone in Weilheim mit sich bringen würde. In der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag nun werden dessen Ergebnisse vorgestellt. In der Sitzung soll auch beschlossen werden, ob eine Bürgerbefragung dazu vorgenommen wird und wenn ja, wie diese über die Bühne gehen soll. Unabhängig von dieser Entscheidung wird es am 28. Februar in der Stadthalle einen Bürger-Informationsabend zu den Ergebnissen des Gutachtens geben.

Die Erweiterung der Fußgängerzone in Weilheim wurde von der Stadtratsfraktion der Grünen beantragt, ihr ging es vor allem um die Ledererstraße und die Hofstraße. Anfang September 2016 reichten sie im Rathaus einen „Antrag auf Durchführung eines Ratsbegehrens zur Realisierung eines Bürgerentscheids zum Thema ,Ausdehnung der Fußgängerzone auf die Ledererstraße und die Hofstraße’“ ein. Die Frage dazu hatten sie auch gleich formuliert, sie sollte heißen: „Sind Sie dafür, dass die Ledererstraße und die Hofstraße in eine Fußgängerzone mit erlaubter Fahrradnutzung umgewidmet werden, in der die Zufahrt mit motorisierten Fahrzeugen nur noch Zulieferern während bestimmter Lieferzeiten und Anwohnern gestattet ist?“

So weit kam es dann aber nicht. Fakten statt Emotionen, Gutachten statt Bürgerentscheid hieß auf Vorschlag von Bürgermeister Markus Loth die Devise. Der Verkehrsausschuss beschloss dann im Januar 2017, ein Gutachten zu einer Erweiterung in Auftrag zu geben, die auch Pöltnerstraße, Kirchplatz und Admiral-Hipper-Straße umfasst. Den Zuschlag erhielt die Projektgemeinschaft „Ingevost/Cima“

Zwei, drei Tage vor der Stadtratssitzung stellt sich die Situation so dar: Hier die Befürworter einer Erweiterung der Fußgängerzone, dort die Gegner – und dazwischen ein tiefer Graben: Vor allem die Gegner, zu denen viele Innenstadtleute gehören, machten in den letzten Wochen mobil. Zuerst mit einer umstrittenen Plakataktion in vielen Schaufenster, bei der ein Kreuz als Symbol für das Sterben der Fußgängerzone stand, dann mit einem Plakat, in dem die Stadt aufgefordert wurde, das Ergebnis des Gutachtens endlich zu veröffentlichen.

Dieses Ergebnis bekamen die Stadträte am 17. Januar per E-Mail zugestellt. Inzwischen sickern erste Aspekte durch. So sagte Marion Lunz-Schmieder, die Sprecherin der CSU-Stadtratsfraktion, wie auch schon BfW-Frationssprecher  Dr. Claus Reindl ein paar Tage vorher beim BfW-Empfang, dass eine Vergrößerung ein großes Risiko darstelle, aber versucht werden müsse, mehr Verkehr aus der Innenstadt herauszubekommen.

Die Stadtratssitzung

am kommenden Donnerstag, 25. Januar, beginnt um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Zu Beginn der Sitzung wird Weiheim der Titel „Fairtrade-Town“ verliehen. Außerdem werden Informationen sind Informationen über den Stand des Geothermie-Projektes in der Lichtenau angekündigt.

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