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Immer wieder werden Autos unerlaubt entsorgt – jetzt auch ein Wohnwagen

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Von: Franziska Florian

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Ein verlassener Wohnwagen steht bei einem Grillplatz
Der Wohnwagen am Grillplatz am Hardt ist dem Ordnungsamt ein Dorn im Auge. Deshalb werden jetzt Konsequenzen folgen. © Boris Forstner

Immer wieder werden alte oder defekte Autos in Weilheim und Umgebung abgestellt. Doch für das Ordnungsamt der Stadt ist das ein großes Ärgernis.

Weilheim – „Es kommt immer wieder vor“, dass abgemeldete Kraftfahrzeuge wie beispielsweise Autos unerlaubt in Weilheim oder der Umgebung abgestellt werden, wie Andreas Wunder, Leiter des Ordnungsamts der Stadt Weilheim, auf Nachfrage der Heimatzeitung sagte. Wohnwagen würden aber vermehrt nur im Winter abgestellt werden – und meistens auch nicht auf öffentlichem, sondern privatem Grund.

Doch seit einiger Zeit steht ein abgemeldeter Wohnwagen beim Grillplatz am Hardt in Weilheim – also auf einem städtischen Gebiet. Für Wunder ist das ein großes Ärgernis: „Es kann ja nicht sein, dass jeder seine Fahrzeuge beliebig auf Stadtgebiet entsorgt“, sagte Wunder erbost.

Es gelte das Abfallgesetz, in dem genau geregelt ist, wie abgemeldete Fahrzeuge entsorgt werden müssen. Das sei jedenfalls nicht auf Stadtgrund, so Wunder. Deshalb werde das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Weilheim gegen den letzten bekannten Halter des Wohnanhängers vorgehen.

Halter zwar ermittelt, kann aber nicht kontaktiert werden

Wie ein Sprecher der Weilheimer Polizei sagte, sei der letzte bekannte Halter zwar ermittelt worden, könne jedoch nicht kontaktiert werden. „Der Wohnwagen gehörte einem Schausteller ohne festen Wohnsitz“, sagte der Beamte weiter. Nun würden seine Kollegen versuchen, den Schausteller oder jemanden aus dessen Umfeld zu erreichen, damit der Wagen abgeholt wird.

„Auf dem Wohnwagen ist auch ein Aufkleber der Polizei, dass der Anhänger bis 25. August entfernt werden hätte sollen“, erklärte Wunder. Da das nicht geschehen ist, droht dem Besitzer eine saftige Geldstrafe sowie die Entsorgungsgebühr. Denn „es geht ja nicht, dass die Stadt dann die Kosten übernimmt“, meinte Wunder.

Zudem müsse erst mit einem Obdachlosen, der offenbar im Wohnwagen wohnt, gesprochen werden. Denn dieser könne dort auf keinen Fall wohnen bleiben, da der Wohnwagen so schnell wie möglich entsorgt werde, erklärte Wunder.

Auch in Pähl wurde ein schrottreifes Auto einfach auf einer Flurbereinigungsstraße abgestellt. Doch die Gemeinde reagierte schnell.

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