Die Corona-Impfung verlief für Ingeburg Haberbosch problemlos. In drei Wochen wird sie dann noch einmal geimpft.
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Die Corona-Impfung verlief für Ingeburg Haberbosch problemlos. In drei Wochen wird sie dann noch einmal geimpft.

Nach und nach werden mehr Senioren geimpft

Impf-Start im Seniorenheim - so hat Bewohnerin die Impfung erlebt

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Nachdem bereits am Sonntag im Impfzentrum in Peißenberg geimpft wurde, kamen am heutigen Montag, 28. Dezember, auch die ersten Bewohner des Heilig-Geist-Spitals in Schongau an die Reihe.

  • Bereits am Sonntag war Impf-Start im Impfzentrum in Peißenberg
  • Nun wurden auch Bewohner des Heilig-Geist-Spitals in Schongau geimpft
  • Eine Bewohnerin schildert ihre Impfung

Landkreis – Ingeburg Haberbosch war eine der Ersten, die gestern im Schongauer Heilig-Geist-Spital gegen das Coronavirus geimpft wurden. „Angst habe ich keine gehabt“, sagte die 85-Jährige beim Telefonat mit der Heimatzeitung. Sie habe nach der Impfung auch keine Beschwerden bekommen.

Bisher nur wenige Senioren geimpft: „Impfstoff ist sehr knapp“

Die Frage, warum sie sich hat impfen lassen, beantwortet Haberbosch leicht: „Ich finde es wichtig, dass etwas gegen Corona getan wird.“ Und die Seniorin rät auch allen anderen, es ihr gleichzutun – „egal, ob jung oder alt“.

Doch wann es bei den anderen Seniorenzentren im Landkreis so weit ist, kann noch nicht genau gesagt werden. „Der Impfstoff ist sehr knapp. Deshalb müssen wir die Pflegeheime nach und nach versorgen“, erklärte Martin Kayser, ärztlicher Koordinator im Landkreis Weilheim-Schongau. Am morgigen Dienstag solle aber eine weitere Lieferung kommen, sodass an Silvester und Neujahr weiter geimpft werden könnte. Bis jedoch die rund 1300 Bewohner der stationären Heime und die 1300 Pflegekräfte geimpft seien, dauere es noch eine Weile, meinte Kayser.

Einwilligung muss für demente Menschen unbedingt vorliegen

Wichtig sei dafür vor allem, dass bei dementen Menschen die Einwilligung der Betreuer vorliege. „Das ist bisher noch nicht bei jedem der Fall“, erklärt der ärztliche Koordinator. Und doch zeichnet sich eine große Impf-Bereitschaft der Senioren ab. „Rund 90 Prozent unserer Bewohner wollen die Impfung“, sagte Sibylle Pichler, Einrichtungsleiterin des Steigenberger Hofs in Penzberg. Das habe eine Umfrage im Heim ergeben. Sie stehe außerdem mit dem Peißenberger Impfzentrum in Kontakt, damit die Senioren schnellstmöglich geimpft werden können.

Im Bürgerheim Weilheim laufe die Umfrage unter den Bewohnern noch, erklärte Leiter Rainer Schlosser. „Bei den betreuten Personen liegt aber schon von jedem die Antwort vor.“ Von 180 Senioren lassen sich nur 25 nicht impfen. Auch im AWO-Seniorenzentrum in Peiting „trudeln die Antworten nach und nach ein“, sagte Claudia Breier, die dort in der Verwaltung arbeitet. Und auch sie stellt fest, „der Großteil will die Impfung haben.“

Nach 21 Tagen kommt die zweite Impfung

Wann die nächsten Bewohner des Heilig-Geist-Spitals in Schongau geimpft werden können, steht noch nicht genau fest, wie Leiter Christian Osterried sagte. Ingeburg Haberbosch und die gestern Geimpften kommen aber sicher in drei Wochen noch einmal dran, garantierte Kayser.

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