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Reger Betrieb in der Stadthalle: Rund um das Thema „Studium“ drehte sich das erste Hochschulforum in Weilheim. 

Erstes Hochschulforum in Weilheim

Studium in München oder Bozen?

Da war einiges los in der Stadthalle Weilheim: Gut 1400 Schüler kamen  nach Auskunft der Veranstalter am Freitag zum ersten Hochschulforum. 

Weilheim – So genau wissen es die meisten Schüler aus dem Oberland noch nicht, was sie nach dem Abitur machen sollen. Ein Studium? Eine Ausbildung? Oder beides kombinieren und ein duales Studium anfangen? Im Gespräch mit einigen Elftklässlern beim ersten Weilheimer Hochschulforum zeigte sich, dass sich viele der Schüler noch sehr unsicher sind, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll. Abhilfe schaffen sollte da die „Unimesse“, die am Freitag in der Stadthalle stattfand und von den Organisatoren als Erfolg gefeiert wurde.

Neben Hochschulen und Universitäten aus München, Kempten, Rosenheim, Innsbruck, Bozen oder Kufstein waren auch Firmen aus der Region, wie zum Beispiel Hoerbiger aus Schongau oder K&L Ruppert aus Weilheim auf der Messe vertreten. Am Stand von K&L informierte die 18-jährige Viola Lang über ihr berufsbegleitendes Studium zur Fachwirtin für Vertrieb und Einzelhandel und weitere Möglichkeiten für ein duales Studium in ihrem Unternehmen. „Viele der Schüler wussten nicht, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt, in Weilheim dual zu studieren. Ich mach das jetzt schon ein halbes Jahr und bin extra aus Augsburg dafür hergezogen. Das Studium hat viel Praxisbezug, es macht Spaß und ich kann es jedem weiterempfehlen“, sagt die 18-Jährige, die von den Schülern mit Fragen gelöchert wurde.

„Gut 1400 Schüler aus Weilheim-Schongau und den Nachbarlandkreisen sind zum Forum in die Stadthalle gekommen“, berichtete Robert Christian Mayer vom „Arbeitskreis Schule Wirtschaft“, der das Hochschulforum gemeinsam mit Justina Eibl von der Stabstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt organisiert hat. Die Studienmesse gilt mit ihren 29 Ausstellern und zahlreichen Vorträgen nach Aussage der Organisatoren als einzige Messe dieser Art im gesamten Oberland – deshalb kamen auch viele Schüler aus den Nachbarlandkreisen, die extra mit Bussen nach Weilheim gebracht wurden.

„Aus Bad Tölz-Wolfratshausen haben sich 64 Schüler für den Bus zum Hochschulforum angemeldet“, sagte Andreas Roß von der Stabstelle Wirtschaftsförderung im Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen. Drei Schulen hätten sich dort für die Messe angemeldet. Doch im Gegensatz zum Landkreis Weilheim-Schongau – wo alle Elftklässler der Gymnasien Penzberg, Weilheim, Schongau, der Fachoberschule Weilheim und der Oberlandschule dazu verpflichtet wurden – war die Teilnahme im Nachbarlandkreis für die Schüler freiwillig.

„Von Seiten der Schüler sowie den Hochschulen und Universitäten haben wir bisher nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Eibl. Man wolle nun Fragebögen auswerten und darüber entscheiden, ob es im kommenden Jahr ein zweite12s Hochschulforum geben wird: „Die Zeichen stehen gut. Mittlerweile haben mich schon zwei weitere Hochschulen kontaktiert: Sie wollen beim nächsten Mal auch dabei sein.“ 

Jonas Regauer

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