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Gute Nachrichten von ISOG: Die Sanierung ist geglückt, das Insolvenzverfahren wurde abgeschlossen.

Insolvenzverfahren für den in Weilheim ansässigen Betrieb wurde aufgehoben

Firma ISOG startet „gestärkt durch“

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Das Insolvenzverfahren für den Werkzeugschleifmaschinen-Hersteller „ISOG Management GmbH“ aus Weilheim ist aufgehoben worden. Das Unternehmen, das Kapitalgeber gefunden hat, starte „gestärkt durch“, heißt es in einer Mitteilung der „Bayerischen Beteiligungsgesellschaft“.

Weilheim – Den Beteiligten sei es gelungen, innerhalb eines guten halben Jahres Sanierungsmaßnahmen für ISOG umzusetzen, eine Lösung mit den Gläubigern zu finden und das Insolvenzverfahren zu überwinden, so die Kanzlei „anchor Rechtsanwälte“. Der „anchor“-Anwalt Dr. Robert Hänel aus Peißenberg begleitete das Unternehmen(die frühere Firma „Michael Deckel“)dabei als Sachverwalter.

Frisches Kapital haben bei ISOG die Mittelstandsholding „Endurance Capital“ als Mehrheitsinvestor und die „Bayerische Beteiligungsgesellschaft“ eingebracht. „Nachdem das Insolvenzplanverfahren Anfang Mai erfolgreich abgeschlossen wurde, ist der Weg für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des vor 80 Jahren gegründeten oberbayerischen Traditionsunternehmens geebnet“, so die Beteiligungsgesellschaft in einer Pressemitteilung.

Insolvenz hatte ISOG im Oktober vergangenen Jahres beantragt. Der Grund dafür: Zahlungen aus China waren ausgeblieben, und ein Kundengroßprojekt hatte sich verschoben.

ISOG-Geschäftsführer Martin Sackmann blieb während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung im Amt. Obwohl sich bereits eine positive Entwicklung abzeichnete, kam es zu einer Reihe von Entlassungen – sozialverträglich und in Absprache mit dem Betriebsrat, wie es hieß.

„In der laufenden Neustrukturierung hat unser Team von 85 Mitarbeitern bereits den unbedingten Willen bewiesen, unseren Kunden auch weiterhin technologisch anspruchsvolle Spezialschleifmaschinen und besten Service zu bieten“, wird Sackmann nun zitiert. „Ich bin sehr froh, dass es uns derart schnell gelungen ist, uns neu auszurichten.“ Es sei möglich gewesen, den „Betrieb reibungslos fortzusetzen“ und die Markteinführung des neuen CNC-Schleifzentrums „ISOG 24“ erfolgreich zu starten. Sackmann behält laut der Mitteilung der „Bayerischen Beteiligungsgesellschaft“ „relevante Anteile“ bei ISOG und bleibt weiter Geschäftsführer. Ihre Produkte will die Firma laut Anwalt Hänel künftig wieder als „ISOG Technology GmbH“ anbieten und nicht mehr – wie jetzt übergangsweise – als „ISOG Management GmbH“.

Dr. Andreas Albath vom Investor „Endurance“ erklärt: „ISOG hat einen gesunden Kern, ein tolles Team, neuartige Produkte, bereits eine starke internationale Ausrichtung und deutliches Wachstumspotential.“ Der Jahresumsatz des Betriebes wurde im vergangenen Jahr auf rund 26 Millionen Euro beziffert.

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