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Ein Glücksfall: Weil er tags zuvor in Füssen auftrat, sprang der renommierte italienische Konzertorganist Luciano Zecca am Sonntagabend beim „Weilheimer Orgelsommer“ kurzfristig für Dietrich Oberdörfer ein, der krankheitsbedingt absagen musste. 

Internationaler Weilheimer Orgelsommer  

Mediterranes Flair in der Stadtpfarrkirche

Der italienische Organist Luciano Zecca  sprang kurzfristig  beim Orgelsommer ein.  Er bot ein beeindruckendes Programm in der Stadtpfarrkirche.

Weilheim – Als Dietrich Oberdörfer aus Südtirol sein für Sonntagabend in Weilheims Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt geplantes Orgelkonzert wegen Krankheit kurzfristig absagen musste, war guter Rat teuer. Aber Jürgen Geiger, dem künstlerischen Leiter des „Internationalen Weilheimer Orgelsommers“, stand das Glück des Tüchtigen zur Seite und er konnte aus der Not eine Tugend machen: Luciano Zecca, international renommierter Konzertorganist aus Lecco am Comer See, wirkte am Vorabend an der „Füssener Orgelnacht 2017“ mit und war bereit, kurzfristig in Weilheim einzuspringen – wofür ihm auch Dr. Ulrich Bracker vom „Förderkreis musica sacra“ in seiner Begrüßung besonders dankte.

Das Programm hatte Zecca ausschließlich aus Werken italienischer und französischer Komponisten der Klassik und Romantik zusammengestellt. Der musikalische Hausherr Jürgen Geiger übernahm eine Doppelrolle: die Einführung in die Werke und die Unterstützung des Organisten als Registrant. Zu Beginn drei Werke von Marco Enrico Bossi (1861-1925): „Entrée pontificale“, „Chant du Soir“ und „Stunde der Freude“. Programm-Musik im besten Sinne, denn die Titel geben exakt die musikalische Aussage wieder.

Diese Grundidee prägte das ganze Programm, ob es nun Werke von Vincenzo Petrali, Padre Davide da Bergamo oder Giovanni Morandi waren (allesamt Komponisten des 19. Jahrhunderts). Vom Feinsten auch die Franzosen Louis Lefébr-Wély (1817- 1869) mit typischer Kathedralmusik und Theodor Dubois (1837-1924) mit „Prière“, einem feinsinnigen Gebet. Die mittlerweile unverzichtbare Video-Übertragung des Spieltisches mit dem Organisten wurde in bewährter Weise von Rudolf Wiester besorgt.

Insgesamt ein sommerlich-heiteres Orgelkonzert mit mediterranem Flair. Die rund 80 Zuhörer quittierten es mit anhaltendem Beifall. Organist Luciano Zecca dankte seinerseits mit einer Zugabe: dem „Prélude in classic style“ von Gordon Young.

Nächstes Konzert

beim „Weilheimer Orgelsommer“: Brigitte und Burkhard Ascherl (Sopran/Orgel) aus Bad Kissingen singen und spielen Werke von Mozart, Gawthrop, Gounod, Fauré, Bossi, Vierne und Bonnet – am Sonntag, 16. Juli, 20 Uhr, in der Stadtpfarrkirche Marie Himmelfahrt. Kartenvorverkauf beim Medienhaus-Ticketservice in der Sparkasse am Marienplatz, Telefon 0881/686-11. Info im Internet: weilheimer-orgelsommer.de.

Bernhard Küstner

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