NSU-Prozess: Plädoyers starten nach langem Hickhack

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Angelika Flock ist Kindergartenreferentin des Stadtrates.  

Interview zu Kita-Plätzen in Weilheim

53 Kinder auf der Warteliste

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Weilheim – In Weilheim fehlen ab September Krippen- und Kindergartenplätze. Das versetzte Eltern in Sorge, als sie im Mai von der Einrichtung ihrer ersten Wahl darüber informiert wurden, ob sie einen Platz in einer Kindertagesstätte (Kita) erhalten haben. Viele wissen nicht, ob und wo sie zum 1. September eine Betreuung für den ihren Nachwuchs erhalten. Um die Probleme zu lösen, tritt der Bauausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Zur aktuellen Situation äußert sich Stadträtin Angelika Flock, Kindergartenreferentin des Stadtrates und 3. Bürgermeisterin.

Wie schaut es aktuell in Sachen „Kita-Plätze“ aus?

Angelika Flock: Die Zahlen bewegen sich permanent rauf und runter. Eine Mutter hat nun doch keine Arbeitsstelle gefunden und bleibt noch ein Jahr zuhause, eine andere Familie zieht von Weilheim weg und eine andere zieht zu. Die Warteliste spiegelt das ganze Leben von Eltern mit Kindern wider. Und dann kommen noch erstaunlich viele so genannte Rücksteller hinzu. Das sind Kinder, die bei der Planung schon als Schulkinder gesehen wurden, nun aber wider Erwarten in der Kita bleiben. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass Kinder erst ab Vollendung des 1. Lebensjahres Anspruch auf einen Krippenplatz und erst ab Vollendung des dritten Lebensjahres auf einen Kindergartenplatz haben.

Wie viele Kinder stehen nun auf den Wartelisten der 21 Einrichtungen?

Flock: Es sind nicht über 100, wie im „Weilheimer Tagblatt“ erwähnt wurde, sondern es sind aktuell 53 Kinder. Es sind 31 Krippen- und 22 Kindergartenkinder.

Wie soll das Problem gelöst werden?

Flock: Ich kann gar nicht mehr zusammenzählen, wie viele Räumlichkeiten ich mit der Leiterin des Hauptamtes, Karin Groß, und der Leiterin des Kinder- und Jugendbüros, Karin Hinzpeter-Gläser, in den vergangenen zwölf Monaten besichtigt habe, um sie eventuell für eine Kinderbetreuung anzumieten. Nur ist das alles gar nicht so einfach, denn alle Räumlichkeiten müssen diverse Vorschriften erfüllen – angefangen bei der Größe bis hin zu Fluchtwegen oder Spielmöglichkeiten im Außenbereich.

Wie sehen die konkreten Vorhaben aus?

Flock: Ab September gibt es in einigen Kitas zusätzlich kleine Gruppen, verschiedene Träger haben sich bereiterklärt, zusätzlich Kinder aufzunehmen, obwohl es bei ihnen auch schon eng zugeht. Immerhin haben so 17 Kinder von der Warteliste einen Platz gefunden. Ab Oktober wird es zudem eine Großtagespflege für Kinder zwischen einem und drei Jahren, aber auch für Kinder bis zu 14 Jahre geben. Ab Januar wird ein zusätzliches Gebäude geschaffen, das Platz für 20 Kindergarten- und für 12 bis 15 Krippenkinder bietet und zudem als Ausweichquartier für den „Pfiffikus“ während dessen Sanierung dienen kann.

Und eine neue Kita soll ja auch gebaut werden.

Flock: Die Stadt denkt über den Bau einer neuen Kita nach. Aber das kostet Geld, viel Geld. Und das will reiflich überlegt sein. Es wird derzeit eh schon mehr als ein Drittel des finanziellen Gesamtbudgets in Weilheim für die Kinderbetreuung ausgegeben.

Kriegt jedes Kind einen Betreuungsplatz?

Flock: Es wird alles getan, damit jedes Weilheimer Kind einen Kindergarten- oder Krippenplatz findet, auch wenn dieser nicht immer in der Wunscheinrichtung sein wird. Bei Fragen können sich Eltern an Sabine Meindl-Leitner bei der Stadtverwaltung wenden.

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