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Philipp Geist,Lichtkünstler aus Weilheim. 

Weilheimer Lichtkunst-Festival

Philipp Geist: „Die Messlatte ist sehr hoch“

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International gefragte Künstler versammelt Philipp Geist zum 2. Lichtkunst-Festival, das am 19. und 20. Oktober wohl weit über 10000 Besucher nach Weilheim locken wird. Wie er mit den hohen Erwartungen umgeht, das erklärt der 42-Jährige im Interview.

Kann man den Erfolg des 1. Weilheimer Lichtkunst-Festivals vor zwei Jahren noch toppen?

Die Messlatte ist natürlich sehr hoch. Mir war es wichtig, das Thema „Lichtkunst“ diesmal noch zu erweitern und zum Beispiel auch Jugendliche zu integrieren. Dass Schüler des Gymnasiums mitmachen und experimentelle Fotografien zeigen, finde ich einen Super-Erfolg. Die allgemeinen Erwartungen sind hoch, ja. Aber ich würde sagen, das ist ein Ansporn für uns alle. So was geht nur im Team, und ich bin wirklich froh um all die Aktiven, die mit Riesenmotivation dabei sind. Wir wollen, dass das Festival dieses Familiäre behält – und zugleich auf hohem künstlerischem Level spielt.

So eine zweite Ausgabe ist eine undankbare Aufgabe, oder?

Nein, im Gegenteil! Wir haben beim letzten Mal so viele Türen aufgemacht, das hat so viele fasziniert – jetzt weiß jeder, was das ist. Und die Mund-zu-Mund-Propaganda wird sehr groß sein...

Sie sind ja auf vielen Festivals, in vielen Städten unterwegs. Was ist für Sie der besondere Reiz des Weilheimer Festivals?

Weilheim ist nach wie vor meine Heimatstadt. Hier bin ich aufgewachsen und – auch, wenn ich in Berlin lebe – immer noch verwurzelt, schon durch meine Eltern und meine Schwester mit Familie, die in der Region leben. Das ist eine hohe Motivation für mich, dieser Stadt Lichtkunst auf hohem Niveau von international arbeitenden Künstlern zu zeigen. Das ist eine sehr persönliche Geschichte, eine Herzensangelegenheit.

Was ist Ihnen für die zweite Ausgabe inhaltlich besonders wichtig?

Wir wollen verschiedene Aspekte der Lichtkunst eröffnen, neben großen Installationen auch andere Gebiete dieses Riesen-Themas mit hineinnehmen: zum Beispiel skulpturale Objekte oder auch Performance. Und das teilweise an versteckteren Orten, die sonst nicht so sehr im Fokus sind. Dabei ist jeder Künstler, der hier auftritt, handverlesen und in seiner Arbeit absolut authentisch.

Sie selbst bespielen wieder den Marienplatz. Was wird dort anders sein als beim letzten Mal?

Ich werde die Installation vom letzten Mal weiterentwickeln: auf den selben Flächen, aber mit anderen Bildmotiven und Inhalten. Es wird wieder eine komplett begehbare Installation – denn die Stimmung auf dem Platz war beim letzten Mal wirklich überwältigend. Die Musik dazu werde ich verändern, auch das wird noch mal neue Aspekte reinbringen.

Nach „Weilheim drifts“ heißt Ihre Installation diesmal „Weilheim fades“, was man mit „Weilheim verblasst, schwindet...“ übersetzen könnte. Was wollen Sie denn damit sagen?

„fades“ meint für mich eher das zeitliche Moment – so wie ein Gedanke, der entsteht und dann wieder „ausfadet“, wie ein Tagtraum. Das spielt auf die vielen kleinen, persönlichen Momente an, die da kommen und gehen werden.

Werden Sie selbst beim Festival überhaupt dazu kommen, die Werke der anderen beteiligten Künstler zu sehen?

Auf jeden Fall! Ich will mir nicht entgehen lassen, alle Arbeiten zu sehen, weil ich mich total freue auf all diese tollen Künstler. Das sind international große Namen im Bereich „Lichtkunst“, und es ist wirklich ein Highlight, die hier in Weilheim zu versammeln. Das kann sich durchaus messen mit großen internationalen Festivals.

Wenn Sie sich von den Besuchern des Weilheimer Lichtkunst-Festivals etwas wünschen dürften – was wäre das?

Offene Augen, einen offenen Kopf und viel Inspiration mit den unterschiedlichen Künstlern, die tolle, neue Bilderwelten in Weilheim schaffen!


Interview: Magnus Reitinger

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