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Ist die Ammerschule bald schon wieder Baustelle?

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Von: Magnus Reitinger

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Die Generalsanierung der Ammerschule (hier ein Baustellenbild von 2017) wurde vor kaum zwei Jahren abgeschlossen. Nun besteht erneut Erweiterungsbedarf. Nachdenken über dritte Grundschule in Weilheim
Die Generalsanierung der Ammerschule (hier ein Baustellenbild von 2017) wurde vor kaum zwei Jahren abgeschlossen. Nun besteht erneut Erweiterungsbedarf. Nachdenken über dritte Grundschule in Weilheim © ruder

Die Generalsanierung liegt kaum zwei Jahre zurück. Doch Weilheims Grundschule an der Ammer könnte bald schon wieder Baustelle sein. Grund: Die Räume für die Mittagsbetreuung reichen nicht mehr aus.

Weilheim – Die Mittagsbetreuung an der Weilheimer Ammerschule, deren Neubau im Herbst 2018 eröffnet wurde, „platzt aus allen Nähten“. Diese Botschaft überbrachte der stellvertretende Stadtbaumeister Michael Schleich vergangene Woche dem Hauptausschuss des Stadtrates. Die Schulleitung und der Träger der Mittagsbetreuung, die Kinderhilfe Oberland, hätten die Stadtverwaltung in Kenntnis gesetzt, dass man die Kapazitätsgrenze von rund 100 Plätzen bereits erreicht habe. Zudem werde überlegt, die Mittagsbetreuung in eine offene Ganztagsschule (OGTS) umzuwandeln. Das bedeute, „dass die jetzt schon knappen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen“ und dringend eine Erweiterung nötig sei – auch mit Blick auf den ab 2026 beginnenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Nach anderthalb Jahren ist die Schule schon wieder zu klein

Was genau die rund 300 Schüler zählende Grundschule dafür braucht, soll nun im Rahmen einer so genannten „Planungsphase 0“ abgeklärt werden, wie es sie auch an der Hardtschule vor einiger Zeit gab (wir berichteten). Im städtischen Etat 2022 sind zwar keine Gelder dafür vorgesehen, doch stehen noch Mittel für Planungen an der Hardtschule zur Verfügung. 29 000 Euro davon, so der einstimmige Beschluss des Hauptausschusses, werden nun auf die Haushaltsstelle der Ammerschule umgebucht – für die Durchführung der „Phase 0“, in der alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden.

Diese Umbuchung sei „haushaltstechnisch total unspektakulär“, sagte Stadtkämmerer Christoph Scharf in der Sitzung. Bezüglich der Folgen zeigte er sich jedoch „ein bisschen besorgt“: Die Ammerschule sei eben erst generalsaniert worden, so Scharf, „sie ist erst seit anderthalb, zwei Jahren fertig, und jetzt ist sie schon zu klein“. Und die noch nicht abzuschätzenden Folgekosten beunruhigen den Kämmerer; immerhin sei bei der „Planungsphase 0“ der Hardtschule „ein Erweiterungsprojekt herausgekommen, für das wir jetzt 13 Millionen Euro in der Finanzplanung drin haben“, so Scharf gegenüber der Heimatzeitung. Für eine Erweiterung der Ammerschule sind noch keinerlei Mittel eingeplant.

Nachdenken über dritte Grundschule in Weilheim

Das wird sich wohl bald ändern (müssen). Wie es in den Unterlagen zur Hauptausschuss-Sitzung heißt, wurden jetzt schon mal „Haushaltsmittel für das Jahr 2023 beantragt, um die Phase 0 und die Planungen für ein Interimsgebäude Anfang 2023 abzuschließen und ein Interimsgebäude an der Ammerschule möglichst im Jahr 2023 zu realisieren“.

Und damit wird es in Sachen Grundschulen in Weilheim längerfristig nicht getan sein. Mit dem angestrebten Einwohnerwachstum von 0,5 Prozent jährlich werde Weilheim „um eine dritte Grundschule nicht herum kommen“, sagte Petra Arneth-Mangano (SPD) im Hauptausschuss: „Was ist damit?“ Karl-Heinz Grehl (Grüne) fügte an, dass die Stadt mit den Überlegungen hierzu, insbesondere bezüglich des möglichen Standorts, „dringend anfangen“ müsse. 2. Bürgermeisterin Angelika Flock (CSU) erklärte dazu als Sitzungsleiterin, dass über dieses Thema im Rathaus „schon viel nachgedacht“ werde.

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