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Sind bereit für den Tag der offenen Tür: (von links): stellvertretender Jugendwart Sven Nath, Stefan Herbst, Vorsitzender Franz Andrä, Konrad Bischel und Gruppenführer Andreas Richter.

Technik zum Anfassen

Das ist geboten am „Tag der offenen Tür“ der Weilheimer Feuerwehr

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 16. September, informiert die Weilheimer Feuerwehr über ihre Arbeit. Neben Vorführungen zum Brandschutz gibt es eine Fahrzeug-Ausstellung.

Weilheim – Als besondere Attraktion beim Tag der offenen Tür, zu dem die Feuerwehr alle zwei Jahre einlädt, haben die Organisatoren heuer eine Fachmesse für moderne Feuerwehrtechnik vorbereitet. Neben den 30 eigenen Fahrzeugen, Anhängern und Aufbauten werden sich auch Feuerwehren aus ganz Bayern beteiligen, die 35 aktuelle Fahrzeuge und Geräte vorstellen.

„Die Ausstellung ist nicht nur für interessierte Bürger, sondern auch für Feuerwehrleute aus der Region interessant“, so Kommandant Konrad Bischel. Sonst gebe es in der Gegend keine Gelegenheit, einen so umfassenden Überblick über den Stand der Technik zu erhalten. Das Spektrum der Fahrzeuge reicht vom kleinen 3,5-Tonner bis zu großen Lastwagen mit einem Gewicht von 33 Tonnen. Auch mehrere Drehleitern werden vorgeführt.

Auch das Rote Kreuz ist am Start

Von 10 bis 17 Uhr erfahren die Besucher auf dem Gelände der Feuerwehr an der Krumpperstraße 27 und auf dem Friedhofsweg alles, was man machen kann, um Brände zu verhindern und was gemacht werden muss, um Brände zu löschen – wenn das Verhindern nicht geklappt hat.

Auch das benachbarte Rote Kreuz mit seinen Bergwacht- und Wasserwacht-Abteilungen macht beim Tag der offenen Tür mit. Zudem kann die Integrierte Leitstelle, in der die Notrufe eingehen, besichtigt werden. Auf dem Übungshof werden Einsätze simuliert. Die Vorführungen beginnen um 11 Uhr mit einer Feuerschau, um 12.30 Uhr wird ein Verkehrsunfall mit Auslösung von Airbags gezeigt, um 14 Uhr baut die Jugendfeuerwehr einen Löscheinsatz auf und um 15 Uhr ist ein Zimmerbrand mit echtem Feuer zu sehen. Für Kinder gibt es ein eigenes Unterhaltungsprogramm. Die jüngsten Besucher können unter anderem eine Übungsstrecke durchlaufen und das Zielspritzen üben. Außerdem steht Brandschutzerziehung auf dem Stundenplan.

Bischel mit aktueller Ausrüstung zufrieden

An dem Sonntag werden sich laut Bischel rund 150 Feuerwehrleute und Familienangehörige auf dem Gelände engagieren, damit nicht nur die Vorführungen, sondern auch die Bewirtung – mittags wird gegrillt, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen – reibungslos klappt. Die Weilheimer Feuerwehr hat derzeit 93 Mitglieder, darunter 17 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Unter ihnen sind zehn Frauen und Mädchen, und die Wehr liegt damit laut Bischel „deutlich über dem bayerischen Durchschnitt“.

Mit der aktuellen Ausrüstung der Feuerwehr ist Bischel zufrieden. Zwei Wünsche hat der Kommandant aber dennoch: Eine Fahrzeughalle auf dem angrenzenden Gelände der Stadtwerke könnte die Feuerwehr gut gebrauchen. Auch neue Mitglieder seien gesucht – Jugendliche ebenso wie Quereinsteiger. Mitglied werden kann, wer in Weilheim wohnt oder hier arbeitet. „Feuerwehrdienst macht Spaß“, so der stellvertretende Kommandant Stefan Herbst. Es sei ein „sinnvolles Hobby für die ganze Familie“. Der Feuerwehr geht laut Bischel die Arbeit nicht aus. Einerseits retten Rauchmelder, deren Einbau in Wohnungen jetzt Plicht ist, das Leben von Menschen, wie jüngst in Penzberg. Andererseits erhöhen die Geräte aber auch die Zahl der Fehlalarme. Und neue Technik sorge gleichzeitig auch für neue Brandursachen. So könnten zum Beispiel Lithium-Batterien bei Defekten oder falscher Handhabung anfangen zu brennen.

Von Alfred Schubert

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