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Guter Stimmung waren die Gäste bei der Italienischen Woche auf dem Weilheimer Kirchplatz, die heuer erstmals schon im Juni gefeiert wurde.

„Aria di festa“ auf dem Kirchplatz Weilheim

Warum der Regen der „Italienischen Woche“ nichts anhaben konnte

Trotz Regen: Bei der Italienischen Woche auf Weilheims Kirchplatz wurde begeistert gefeiert. Höhepunkt war der Arienabend, der viele Opern-Begeisterte lockte.

Weilheim – Erst mal die Tische und Bänke abwischen, das war angesagt am Freitagabend. Denn es hatte in Strömen geregnet – und nach dem Regen war dann auch vor dem Regen, denn kurz vor der offiziellen Eröffnung öffnete der Himmel seine Schleusen. Doch die Festreden konnten im Trockenen stattfinden. „Grazie e buona sera tutti“, wünschte Anna Anzile, Vorsitzende des Vereins „Vita e cultura Italiana Weilheim“, den Ehrengästen und Besuchern. Noch bevor Weilheims Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Markus Loth, das Fest eröffnete, überlegte Anzile angesichts des wechselhaften Wetters: „Sollen wir vielleicht ein bayerisches Fest in Italien veranstalten?“

Lieber ein bayerisches Fest in Italien?

In seiner Eröffnungsrede dankte Loth nicht nur allen, die tatkräftig mitgeholfen hatten, wieder italienische Lebensart nach Weilheim zu bringen. Er meinte: „Denken wir positiv und lassen den Regen verschwinden. Wir sind guten Mutes, denn es ist ein schöner Anlass, gemeinsam zu feiern.“ Das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen, gerne ließen sie sich von den kulinarischen Köstlichkeiten bei Vino rosso und bianco verwöhnen. Und das „Duo Martinis“, musste die Besucher nicht zum Tanzen auffordern, denn die ließen sich gerne von den italienischen Canzoni verzaubern, genau wie Anzile, die auch „ein paar Tänze machen wollte“.

Ein großes Zelt schützte kurzerhand vor Regen

Ein wenig traurig war die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins angesichts des Wetters schon. So hatte sie am Samstag kurzerhand ein großes Zelt organisiert, unter dem es sich auch bei Regen richtig schön feiern ließ. Die Musik tat ein übriges, um die Gäste bei Laune zu halten . Wenn auch der Umsatz nicht ganz so groß war, war es doch „molto bene“ – auch bei dem regennassen, aber doch schwül-warmen Juniwetter.

Vertieft wurde die bayrisch-italienische Freundschaft am Sonntag, als die Stadtkapelle für zwei Stunden die Bühne übernahm und sich die Besucher zum Frühschoppen trafen. Danach gab es bis zum Schluss Musik aus „bella Italia“.

Veranstalter trotz des Wetters zufrieden

Zufrieden zeigte sich Anna Anzile mit der „Woche“: „Am Freitag hatten wir schon überlegt, wegen des schlechten Wetters abzubrechen. Doch so schlimm kam es dann nicht, und durch das aufgebaute Zelt konnten wir weiter feiern, die Leute gingen begeistert mit“, so ihr Fazit. Sollte es im nächsten Jahr eine „Aria di festa“ geben, dann auf jeden Fall wieder im Juni – bis dahin heißt es „ciao“.

Inge Beutler

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