Kreisjagdverband Weilheim appelliert an Hundehalter

Jagende Hunde töten drei Rehe

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In den vergangenen Wochen wurden in zwei Revieren im Landkreis drei Rehe von Hunden gerissen. Zwei davon wurden sofort getötet.

Landkreis – Das dritte Reh wurde durch Bisse am ganzen Körper schwer verletzt, wie es in einer Mitteilung von Kornelia Wunder vom Kreisjagdverband heißt. Schließlich habe es ein Hundeführer mit einem Nachsuchehund gefunden und von seinem Leiden erlöst.

Wie es weiter heißt, löst eine sich bewegende Beute bei den meisten Hunden Jagdverhalten aus. Dieses habe nichts mit Aggressivität zu tun, sondern sei genetisch verankert. „Für zahlreiche Hundebesitzer ist es nur schwer vorstellbar, dass ihr ansonsten so freundlicher und umgänglicher Hund nicht nur hetzt, sondern versucht, die Beute zu greifen und dadurch schwere Bissverletzungen verursacht“, so Wunder. Es sei oft schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, einen jagenden Hund zuverlässig zurückzurufen. Daher müsse der Besitzer in wildreichen Gebieten besonders vorausschauend reagieren und eventuell seinen Hund auch anleinen. Selbst das Hetzen von Rehwild könne für dieses tödlich sein, da eine hohe Verletzungsgefahr bestehe.

Der Kreisjagdverband appelliert an Hundebesitzer, sich verantwortungs- und rücksichtsvoll gegenüber Wildtieren zu verhalten. „Keiner von uns Jägern möchte in letzter Konsequenz einen jagenden Hund erschießen müssen, obwohl wir dazu gesetzlich berechtigt sind“, so Wunder. „Wir zählen deshalb auf Ihre Tierliebe.“

Vor allem jetzt, während der beginnenden Brut- und Setzzeit, sollen Herrchen und Frauchen auf ihre Hunde achten. „Solange er sich auf den Wegen und direkt in Ihrer Nähe befindet, dabei jederzeit abrufbar ist, steht seinem Freilauf nichts entgegen“, so Wunder.  

Rubriklistenbild: © DPA

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