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Der Spatenstich fürs interkommunale Gewerbegebiet „Achalaich“ zwischen  Weilheim und Polling im November 2018 war eines der großen Projekte, auf das Weilheims Bürgermeister Loth in seinem Jahresrückblick einging.

Jahresrückblick im Stadtrat

Baustelle „Weilheim“

  • Magnus Reitinger
    VonMagnus Reitinger
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Seit 1. März Oberzentrum, seit kurzem über 23 000 Einwohner: Auf Wachstum und viel Bautätigkeit in Weilheim blickte Bürgermeister Markus Loth in der Jahresabschluss-Sitzung des Stadtrats zurück.

Weilheim – Genau 23 124 Einwohner hatte Weilheim zum Stichtag 1. Dezember – rund 200 mehr als ein Jahr zuvor. Und in dieser Zahl steckt reichlich Bewegung, wie Bürgermeister Loth (BfW) in seinem offiziellen Jahresrückblick erklärte: „Rund 1500 Neubürger ziehen pro Jahr nach Weilheim“, ihnen stünden jährlich etwa 1100 Wegzüge und 220 Todesfälle gegenüber.

Entsprechend rege wird in der Kreisstadt, die seit 1. März offiziell Oberzentrum ist, gebaut. Unter den Projekten des zu Ende gehenden Jahres hob Loth den Start für die Erschließung des Gewerbegebiets „Achalaich“ hervor („die Nachfrage nach den neuen Gewerbeflächen auf Weilheimer Flur war enorm, leider konnten wir nicht alle interessanten Anfragen bedienen“), den Spatenstich für die Berufsschule am Narbonner Ring, den Ausbau der Cavaliergasse und der Herzog-Christoph-Straße in der Altstadt sowie die neuen Wohngebiete „Am Hardtfeld II“ und „Am Gögerl“, die 2018 fertig erschlossen wurden.

Fürs dritte neue Wohngebiet am Weilheimer Stadtrand – „Östlich des Prälatenwegs II“ – werden die Erschließungsarbeiten 2019 abgeschlossen, blickte der Rathaus-Chef voraus. Überhaupt sollen kommendes Jahr mehrere große Bauprojekte fertiggestellt werden: die Generalsanierung der Ammerschule, der Breitbandausbau sowie der neue Busbahnhof samt öffentlichen WCs. Und, wie berichtet, will die Stadt bis Herbst gleich zwei neue Kindertagesstätten hochziehen: an der Kanal- und an der Hardtkapellenstraße.

„Solange die Wirtschaft floriert, die Steuereinnahmen sprudeln und das Land die Zuschüsse gewährt, können wir in Weilheim unsere Aufgaben gut erledigen“, sagte Loth in seiner Rede und fügte an: „Jetzt können wir nur hoffen, dass die Handwerksbetriebe genügend Kapazitäten für unsere Aufträge haben.“ Der Stadt-Haushalt für 2019 hat ein Rekordvolumen von über 66 Millionen Euro, er hat sich in den vergangenen zwölf Jahren mehr als verdoppelt.

Bei seinem Rückblick freute sich Loth, dass es die Naturfreunde „in nur einem Jahr geschafft haben“, den Spielplatz am Naturfreundehaus zu sanieren und teils neu zu bauen, dass der Bewegungsparcours am Theaterplatz eingeweiht werden konnte und Weilheim seit März „Fairtrade-Stadt“ ist. Richtungsweisende Stadtratsbeschlüsse seien die Regelungen zur „sozialgerechten Bodennutzung“ und die Verabschiedung des Einzelhandelskonzeptes gewesen. Unter den Veranstaltungen des Jahres hob der Bürgermeister das „Komod-Festival“, die 1. „Weilheimer Entdecker-Tour“ und das 2. Lichtkunst-Festival hervor. Letzteres habe 25 000 Besucher nach Weilheim gezogen und der Stadt „einen spürbaren Imagegewinn im Kultursektor“ beschert.

Im Frühjahr 2019 wird Loth zufolge die Sicherheitswacht starten, deren Gründung im Juni beschlossen wurde. Und ganz groß wird 2019 gewiss das Thema „Umfahrung“, das sich schon durchs ganze Jahr 2018 zog: Bis Sommer werden laut Loth „alle relevanten Daten und Fakten vorliegen“.

Magnus Reitinger

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