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Drei Virtuosen, die ihre Virtuosität nicht zur Schau, sondern in den Dienst ihrer Musik stellten: (v.l.) Max Frankl, Andreas Kurz und Matthias Gmelin in der „Klangfabrik“. 

„Max Frankl Trio“ in der „Klangfabrik“

Jenseits von Zeit und Raum

Weilheim - Das „Max Frankl Trio“ begeisterte beim Konzert in der „Klangfabrik“. Es  entführte in Klangwelten, die Zeit und Raum vergessen ließen.

Normalerweise wird im Studio der Weilheimer „Klangfabrik“ Tanzen, Singen oder auch das Schauspielen gelehrt. Am Samstagabend aber fand dort erstmals ein Konzert statt, auf der improvisierten Bühne stand Max Frankl mit seinem Trio. Der 34-Jährige, aufgewachsen in Etting, wurde 2011 mit dem „Echo Jazz“ als bester nationaler Gitarrist ausgezeichnet, und die Aussicht auf hochkarätigen, modernen Jazz hatte viele Fans angelockt.  Sie wurden nicht enttäuscht. Mit Klassikern wie „Ask me now“ des legendären Thelonious Monk, aber auch mit vielen eigenen Kompositionen boten die drei Musiker einen aufregenden Abend. Ihre Musik lebte, was beim Jazz natürlich nicht überrascht, vor allem aus dem Augenblick. Wer versuchte, alles zu entschlüsseln, der scheiterte vermutlich. Wer sich aber vom Groove mitreißen ließ, gelangte in Klangwelten, die Zeit und Raum vergessen ließen.

Besonders Frankls eigene Stücke befinden sich deutlich auf dem Weg in ein neues, zeitgemäßes Musikgefühl, sein Reichtum an harmonischen Einfällen und Kombinationen begeisterte – etwa bei „Mr. good chords“, das mit einem langen Solo von Andreas Kurz am Kontrabass begann. Ein Faible für den Klang der Becken zeigte an diesem Abend Schlagzeuger Matthias Gmelin. Insgesamt verzichteten die Musiker darauf, reine Virtuosität zu demonstrieren. Lieber nahmen sie die Zuhörer, auch mit ruhigeren Nummern, mit in ihre musikalische Welt. 

Heribert Riesenhuber

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