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Die Stadt greift durch: Seit Gründonnerstag werden Autofahrer und Radler über die Bauarbeiten informiert. 

Nach den Feiertagen 

Jetzt wird es ernst mit dem Busbahnhof

Mit über einjähriger Verspätung beginnen nächste Woche die ersten Arbeiten für den neuen Zentralen Busbahnhof. Ob Döner-Stand oder parkende Autos, alle müssen dafür Platz machen.

Weilheim – Der Döner- Stand zog von der Bahnhofsallee an die Bahnhofstraße um und steht nun vor dem alten Schuppen des ehemaligen Güterbahnhofs. Doch das ist nur ein Teil des „Stühlerückens“ in diesen Tagen rund um den Bahnhof, das wegen des Beginns der Bauarbeiten für den Zentralen Busbahnhof Weilheim (ZOB) nun stattfindet.

Die alten Radständer stehen zwar noch auf dem verwahrlosten Gelände gegenüber der Bundespolizei, auf dem viele Pendler in der Vergangenheit ihre Autos wild parkten. Doch seit Gründonnerstag zeigt die Stadt Radlern und Autofahrern die rote Karte: Das Areal ist ab kommendem Dienstag gesperrt. Radler können auf den neuen Stellplatz an der Bahnhofstraße ausweichen, wie auf dem Schild zu lesen ist. Für Autofahrer aber wird es schwieriger, denn ab Dienstag sind für sie auch die Parkplätze an der Bahnhofstraße auf der „Telekom“-Seite für sie tabu. Sie sind mit einem absoluten Halteverbot belegt. Grund: Dort wurden provisorische Bushaltestellen für den Regionalverkehr eingerichtet. Gesperrt wird wegen der Baumaßnahmen auch der Radweg, der vom „Geisenhofer“-Gelände zum Bahnhof führt.

Mit dem Aufstellen der Schilder macht die Stadt Hoffnung darauf, dass die Zeit der behelfsmäßigen Bushaltestellen bald ein Ende haben wird. In zwei Jahren könnte Schluss sein mit dem Warten in dem vergammelten Häuschen und den weiten Wegen beim Umsteigen zwischen Bus und Bahn.

Als Erstes wird das Baufeld für den Neubau des ZOB freigemacht. Die Kosten dafür belaufen sich auf 821 000 Euro.    Den Zuschlag für diese Arbeit bekam die Firma „Schernthaner“ aus Neuried. Zunächst erfolgt durch sie die Sanierung der Altlastenflächen, wobei erneut Kampfmittel wie Fliegerbomben gefunden werden könnten, wie Bürgermeister Markus Loth erst unlängst wieder bei der Bürgerversammlung in Unterhausen sagte.

Vergeben sind inzwischen auch die Stahlbauarbeiten für die Überdachung. Die Firma „Glasbau Gipser“ aus Halle gab das billigste Angebot ab, so Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus. Es lag bei 1,3 Millionen Euro. Ab September soll das große Dach aufgestellt werden.

Der ZOB wird seit den 1980er Jahren geplant. 2014 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Diesen gewann das „Atelier PK Architekten“ mit „UT Architects“ und „bbz landschaftsarchitekten“ (Berlin). Die Kosten werden auf 8,5 Millionen Euro geschätzt, die Stadt erhält einen Zuschuss über drei Millionen Euro.

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