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Simon Trainer (13) nutzte die Möglichkeit, am Stand der Firma von Franz Mayr eine Spardose anzufertigen.

Jobmesse in Weilheim

Ausbildung: Die Jugend hat die ganz große Auswahl

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Die Entscheidung für den künftigen Beruf ist eine der wichtigsten im gesamten Leben. Wie gut, dass es Veranstaltungen wie die Jobmesse in Weilheim gibt.

Weilheim – Wie lange dauert die Kinderpfleger- oder Erzieher-Ausbildung? Wie viel verdient ein Bäcker-Lehrling? Wie läuft die Ausbildung als Sozialversicherungs-Fachanstellter bei einer Krankenkasse ab? Gelegenheit, gezielte Fragen rund ums Thema „Berufe“ zu stellen, hatten die Besucher am gestrigen Donnerstagnachmittag bei der „Jobmesse“ in Weilheim. Rund 75 Aussteller, darunter auch Berufsfachschulen, waren vor Ort. Viele Jugendliche und Eltern bevölkerten die Info-Börse, deren Stände nicht nur die Stadthalle selbst, sondern auch deren Foyer und Untergeschoss füllten.

Simon Trainer (13) aus Wildsteig nutzte die Möglichkeit, sich am Stand der Edelstahl- und Metallverarbeitungsfirma von Franz Mayr aus Böbing eine Spardose anzufertigen. Wie lange eine bestimmte Ausbildung dauert und wo die Berufsschule liegt, die er dafür besuchen muss, sind für den technisch interessierte Achtklässler wichtige Fragen.

Am Stand von Franz Mayr gab es Informationen über drei Berufe: Metallbauer, Bürokauffrau/-mann und technischer Systemplaner. Es sei teilweise schwierig, Lehrlinge zu finden, sagte der Chef der Firma, die etwa 70 Beschäftigte hat und zum zweiten Mal bei der „Jobmesse“ dabei war. „Letztes Mal haben wir zwei Azubis gefunden“, berichtete Mayr, der eine gute Stunde nach Beginn der Ausstellung auch schon ein Vorstellungsgespräch für den heutigen Freitag ausgemacht hatte. Ihm ist es wichtig, dass sein Betrieb selbst bei der Messe dabei ist und sich nicht nur durch die Innung vertreten lässt.

Bäcker rühren die Werbetrommel statt dem Teig

Zu den Innungen, die sich bei der „Jobmesse“ vorstellten, gehörte die Bäckerinnung Oberland. Dort rührte Benjamin Aurhammer (39) die Werbetrommel für die Berufe „Bäcker/-in“ und „Fachverkäufer/-in im Lebenmittelhandwerk“. Die Arbeitszeiten der Bäcker seien eine Hemmschwelle, den Beruf zu erlernen, sagte Aurhammer. „Ich könnte mir aber keine anderen Arbeitszeiten mehr vorstellen.“ Er habe sich an diese gewöhnt und finde es gut, nachmittags frei zu haben.

Die Bäckerinnung hatte zur Ausstellung einen Azubi mitgebracht, bei der Formenbau-Firma „Schweiger“ aus Uffing waren es gleich zwei. Von den Lehrlingen bekämen die Besucher besonders authentische Informationen, sagte Ausbildungsleiter Uli Weber. Er hofft, dass sich durch die „Jobmesse“ viele Praktikanten und auch Bewerber für die Lehrstellen bei „Schweiger“ finden lassen. „Wir haben schon gute Gespräche gehabt“, sagte er.

Zu den sozialen Einrichtungen, die sich an der Messe beteiligten, gehörten auch die städtischen Kindergärten in Weilheim. Roberta Fischer, Leiterin des „Pfiffikus“-Kindergartens, wollte die Gelegenheit nutzten, um die schönen Seiten des Erzieher- und Kinderpflegerberufs aufzuzeigen. Zudem wollte sie deutlich machen, dass sich diese Berufe auch für Männer gut eignen. Kaum hatte sie das erklärt, kam schon ein junger männlicher Besucher, um sich bei ihr Infos zu holen.

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