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Die Weilheimer bei ihrem Wertungsspiel in Frankfurt: Dabei waren: Laura Braun, Benedikt Hauck, Dominik Schauer, Jakob Fend t, Simon Groß, Lukas Rutke, Lars Schindler, Elias Scheucher, Larissa Sedlmayr, Bastian Sinner, Veronika Wenderoth, Valentina Wiesmüller, Maximilian Becker, Andreas Dietrichkeit, Leoni Kluge, Johannes Rutke, Marie Kuhar, Lukas Fendt, Nicole Heigl, Lenz Defregger, Maximilian Kleinmond, Tom Guzsvány, Benedikt Meyer, Korbinian Endres und Charlotte Drosten, begleitet von den Lehrkräften Arthur Lehmann, Peter Wiesmüller und Stephan Kastner und den nicht spielenden Abiturienten Justus Vogel, Jakob Reitinger, Nicole Frank und Julian Webb.

Jugend jazzt

Bayerns beste Big Band begeistert

Es war bereits das dritte Mal, dass die Big Band des Gymnasiums Weilheim Bayern bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ vertreten durfte: Nach Dresden und Kempten reisten die 30 Musiker nun nach Frankfurt, um den Freistaat bei dem vom Deutschen Musikrat ausgerichteten Jazz-Event zu repräsentieren.

Weilheim – Es war ein wenig hektisch am Freitag im Gymnasium. Nach Schulschluss und für elf der 30 mitreisenden Musiker nach dem schriftlichen Abitur in Deutsch hieß es zunächst noch einmal: Proben!

Dann wurden Instrumente und Gepäck in den Bus verladen und es ging auf die siebenstündige Fahrt nach Frankfurt. Am Samstagvormittag wurde es dann ernst: Als letzte der 14 teilnehmenden Big Bands standen die Weilheimer um 10 Uhr auf der Bühne des kleinen Saals der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Auge in Auge mit der fünfköpfigen Jury und einem gespannten Publikum.

Als erstes brachten sie „Analyse“ von Thom Yorke in einem Arrangement des ehemaligen Big Bandlers Felix Wolf zu Gehör, mit einer stimmlich brillanten Charlotte Drosten und den Solisten Lars Schindler (Baritonsaxophon) und Dominik Schauer (Altsaxophon) – letzterer seit kurzem Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Bayern und beide in Höchstform.

Bei Artie Shaws Concert for Clarinet Part 2 zeigte dann Simon Groß – wie schon beim Big Band Konzert im März in der Stadthalle – sein Können und entlockte seinem Instrument blitzsaubere Töne bis in die höchsten Lagen. Auch bei „Moondance“ aus der Feder von Van Morrison (Gesang Charlotte Drosten) und „Paradox“ von der Riot Jazz Brass Band in einem Arrangement von Joscha Arnold – hier mit Dominik Schauer (Altsaxophon) und Lukas Rutke (Tenorsaxophon) – zeigten die Weilheimer, warum sie ganz zu recht nicht zum ersten Mal den Freistaat vertraten. Begeisterter Applaus war der Lohn der Künstler.

Keine leichte Aufgabe hatte die Jury dann zu bewerkstelligen. Unter Vorsitz des Saxophonisten, Komponisten und Dirigenten Marko Lackner mussten Anke Helfrich, Wolfgang Diefenbach, Oliver Leicht und Ralph Abelein die teilnehmenden Bands bewerten. Neben den Weilheimern stellten sich die KONS Bigband (Baden-Württemberg), Die United Big Band (Berlin), die Big Band am Helmholtz-Gymnasium Potsdam (Brandenburg), die BigBondBand (Hamburg), die IKS Swingkids (Hessen) und die BAGGS-Bigband des Goethe-Gymnasiums Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) ebenso dem Wettbewerb wie die Tonspur (Niedersachsen), die Nachwuchs-Bigband der KUMS der Stadt Brühl (NRW), The Yellow Tone Orchestra (Rheinland-Pfalz), Jazzocation (Sachsen), das Junior Jazz Orchestra Dessau (Sachsen-Anhalt), die EBG-Bigband des Ersnt-Barlach-Gymnasiums Kiel (Schleswig-Holstein) und die Freebirds Bigband (Thüringen).

Das Schöne an der „Jugend jazzt“: Hier gewinnt jeder! Wie der Präsident des Deutschen Musikrates, Professor Martin Maria Krüger, auch beim Abschlusskonzert im HR-Sendesaal betonte: „Wer es bis hierher geschafft hat, ist der Beste seines Landes. Deshalb ist dies eine Begegnung, die in erster Linie dem Kennenlernen, Vernetzen und Lernen dient!“

Deshalb gab es auch nach den Wertungsspielen zahlreiche Workshops unter Leitung namhafter Profis. Bandleader Arthur Lehmann nahm am Ende für seine Truppe den Förderpreis des Notenversands Kurt Maas, einen Einkaufsgutschein für Big Band Arrangements im Wert von 75 Euro, sowie den „Jazz Thing“-Preis, ein Jahresabonnement der Jazz-Zeitschrift, beim Abschlusskonzert entgegen.

„Ihr seid’s super gut, egal was rauskommt!“, das wollte er seinen Musikern schon vor der Bundesbegegnung gern sagen. Und das haben sie einmal mehr gezeigt. Von Bianca Heigl

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