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Rührten die Werbetrommel für die Betriebsratswahlen: (v.l.) Sylke Martin (KAB-Vorsitzende, Weilheim), Norbert Moy, Andreas Kohl, Wacky Hain und Andreas Neugebauer.

KAB will zu Teilnahme an Betriebsratswahlen motivieren

Arbeitnehmer sind zur Wahl aufgerufen

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Mal machen sie sich für einzelne Mitarbeiter stark, mal für eine bestimmte Abteilung und teilweise auch für alle Beschäftigten in ihrem Unternehmen: die Betriebsräte, die ab 1. März deutschlandweit neu gewählt werden. Die KAB ruft die Arbeitnehmer in der Region dazu auf, ihr Wahlrecht zu nutzen.

Weilheim – Bis 31. Mai haben auch viele Berufstätige im Raum Weilheim-Schongau die Möglichkeit, an den Wahlen teilzunehmen. Beim Aluminium-Verarbeiter „Zarges“ und beim Gerätehersteller „Xylem“ (ehemals WTW) in Weilheim werden zum Beispiel jeweils neun Betriebsräte für vier Jahre gewählt.

Die Betriebsratsvorsitzenden der beiden Firmen machten bei einem Pressegespräch im Regionalzentrum St. Anna deutlich, wie vielfältig ihre Aufgaben sind. Und Andreas Kohl von der Betriebsseelsorge Weilheim der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) sagte, die bevorstehenden Wahlen seien ein Anlass, auf die wertvolle Arbeit der Betriebsräte hinzuweisen.

So engagiert wie „Zarges“-Betriebsratsvorsitzender Wacky Hain ist sicher nicht jeder Betriebsrat. Doch an seiner Person wird ersichtlich, dass Betriebsräte viele Möglichkeiten haben, in ihrem Unternehmen mitzureden und auch Einfluss zu nehmen. Wenn Mehrarbeit ansteht, ist das für Hain genauso ein Thema wie, wenn aus Betriebsratssicht das Personal aufgestockt werden sollte. Mit seinen Betriebsratskollegen vertritt Hain rund 380 Beschäftigte von der Buchhaltung bis zur Fertigung. Da kann es schon mal vorkommen, dass er einer in Tränen aufgelösten Mitarbeiterin zur Seite stehen muss. Genauso gehören Gespräche mit der Geschäftsleitung zu seinem Alltag.

Hain, der seit etwa 30 Jahren dem „Zarges“-Betriebsrat angehört, zeigte auf, dass das Engagement des Betriebsrates auch durchaus im Interesse der Unternehmensführung sein kann: etwa wenn der Betriebsrat einen Arbeitnehmer auf seine Fehltage anspricht und diese daraufhin zurückgehen. Die Führungsetagen in Unternehmen sollten Betriebsräte nicht als „Widerstand im eigenen Laden“ ansehen, so Betriebsseelsorger Kohl.

Bei „Xylem“ in Weilheim mit circa 340 Beschäftigten sei die Arbeitsbelastung vor allem infolge der betrieblichen Umstrukturierung stark gestiegen, sagte Betriebsratsvorsitzender Andreas Neugebauer. Er sieht es etwa als seine Aufgabe, darauf zu achten, dass „Mehrarbeit im gesundheitsverträglichen Umfang“ bleibt.

Norbert Moy von der KAB Weilheim, der auch Betriebsrat bei „Siemens“ in München ist, appellierte an die Arbeitnehmer, sich an den Wahlen zu beteiligen: Eine hohe Wahlbeteiligung zeige der Unternehmensführung nämlich, dass die Beschäftigten hinter ihrem Betriebsrat stehen – was diesem bei der Umsetzung seiner Ziele helfe.

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