Zahl der Radarkontrollen soll steigen

Kampf den Temposündern

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Weilheim -  Die Zahl der Radarkontrollen in Weilheim dürfte ab Mitte 2017 deutlich steigen: Einstimmig empfahl Weilheims Verkehrsausschuss  dem Stadtrat, die Geschwindigkeitsüberwachung in der Stadt dem „Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ zu übertragen.

Dass die Stadt dem Zweckverband beitritt und dieser ab Januar die Ordnungswidrigkeiten beim Parken in Weilheim verfolgen soll, das hat der Stadtrat bereits vor vier Monaten beschlossen. Nun beantragte Verkehrsreferent Dr. Claus Reindl (BfW), auch „die Kontrolle der Geschwindigkeit im fließenden Verkehr“ dem Zweckverband zu übergeben. Denn die Polizei könne keine verstärkte Überwachung leisten.

Die sei aber dringend nötig, so Reindl, denn zu schnelles Fahren sei eine der Hauptunfallursachen. Und dass die zunehmenden Beschwerden von Bürgern wegen zu schnellen Fahrens „nicht aus der Luft gegriffen sind“, hätten Messungen gezeigt, die der Zweckverband zwischen März und Mai probeweise durchführte. An 17 Messpunkten ergaben sich dabei Beanstandungsquoten bis zu 54 Prozent; teilweise fuhren Autos mit über 90 km/h in „Tempo 30“-Zonen.  „Auf der Münchener Straße werden zum Teil Rennen gefahren“, berichtete gestern auch Ordnungsamts-Leiter Andreas Wunder: „Wir brauchen in Weilheim eine Geschwindigkeitsüberwachung.“ Etwa Peißenberg, Penzberg und Murnau übertrugen diese bereits dem Zweckverband – und seien damit hochzufrieden, so Bürgermeister Markus Loth. Ob sich Weilheim anschließt, entscheidet wohl im Januar der Stadtrat. Bei einem „Ja“ würde ab Mitte 2017 kontrolliert – wo, das legt dann die Stadt fest.

Rubriklistenbild: © dpa

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